Sind Drohneneinsätze zur Terrorismusbekämpfung gerechtfertigt?
Sind Drohneneinsätze zur Terrorismusbekämpfung gerechtfertigt? © U.S. Air Force photo by Bobbi Zapka / freeimages.com / Public Domain

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Deutschlands Rolle im US-Drohnenkrieg

Der Drohneneinsatz des US-Militärs in Somalia blieb in Deutschland nahezu verborgen. Sie wurden zur Terrorismusbekämpfung eingesetzt. Nun waren unter den Todesopfern eine geringe Anzahl an Zivilisten, die das US-Militär auch einräumte. Kritiker bezweifeln, dass die Anzahl der Opfer so gering sei.

Lange Zeit argumentierte die US-Regierung die Drohneneinsätze zur Terrorismusbekämpfung damit, dass die Toten zu einer terroristischen Gruppierung gehören. Es wurde jedoch publik, dass unter ihnen zivile Todesopfer existieren, dessen geringe Anzahl das US-Militär einräumte. Doch die Kritiker zweifeln daran und befürchten höhere zivile Opferzahlen.

Nach Ansicht der Menschenrechtsorganisationen sei Deutschland ebenso für diesen Drohnenkrieg verantwortlich, weil aus Ramstein die taktischen Steuerungsbefehle kommen und nach WDR-Recherche auch in Deutschland die Ziele festgelegt werden.

Bereits 2019 hat das Oberverwaltungsgericht Münster in einem ähnlichen Fall der Bundesregierung eine schärfere und genauere Überprüfung der US-Drohneneinsätze aus Washington auferlegt. Die Bekämpfung des weltweiten Anti-Terror-Krieges mit Drohnen muss dem Völkerrecht entsprechen. Doch es ist diesbezüglich noch ein langer juristischer Kampf zu führen. Denn es steht immer noch die frage im raum, ob die Drohneneinsätze tatsächlich gegen Völkerrecht verstoßen? Und welche Wichtigkeit haben die militärischen Stützpunkte der USA in Deutschland wirklich?

"Deutschlands Rolle im US-Drohnenkrieg" im Überblick

Deutschlands Rolle im US-Drohnenkrieg

von Bettina Rühl

Produktion: 2021

Sendezeit Di, 19.10.2021 | 19:15 - 20:00 Uhr
Sendung Deutschlandfunk "Das Feature"
Radiosendung

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