In seinem Zyklus verarbeitet Janacek den Tod seiner Tochter Olga.
In seinem Zyklus verarbeitet Janacek den Tod seiner Tochter Olga. © Heike Dreisbach / PIXELIO

Klassik

Tanzen am Abgrund

Die Klavierstücke von Leos Janacek schwanken zwischen der Freude eines Kindes und der eisigen Ahnung von dem Tod. Den Zyklus "Auf verwachsenem Pfade" schrieb er über die Erfahrungen mit seiner früh gestorbenen Tochter Olga. Dabei sind die Töne weich und gebrechlich bis kantig und scharf.

"Im Nebel" sucht Janacek nach neuen Ausdrucksformen. Seine Sonate "1.X.1905" bedient sich starken Kontrasten um den Mord an einem Arbeiter während der politischen Aufstände in Brünn aufzuzeigen. Der Pianist Lars Vogt beschreibt die selbstbeschreibenden Klangwelten Janaceks als singulär. Die poetische und bildhafte Musik wurde kombiniert mit slawischen Wurzeln.

Tanzen am Abgrund im Überblick

Sendezeit Mo, 27.09.2021 | 21:05 - 22:50 Uhr
Sendung Deutschlandfunk "Musik-Panorama"
Radiosendung

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