
Klassik-Feature
Afghanistans Musikinstitut ANIM zwischen Krieg und Exil
Wie 273 Künstler verzweifelt daran arbeiten, ihre musikalische Tradition vor der Vernichtung durch die Taliban zu bewahren.
Im August 2021, als die Taliban Kabul übernahmen, klammerten sich panische Menschen an abhebende Flugzeuge am Flughafen. Das westliche Bündnis ließ zahlreiche Menschen in der Not zurück, denen es einst Unterstützung zugesichert hatte. Dazu gehörten 273 junge Musikerinnen und Musiker, einschließlich minderjähriger Kinder, des Afghan National Institute of Music (ANIM).
Aus Furcht vor Verfolgung zerstörten manche ihre Musikinstrumente. Unter der Herrschaft der Taliban ist Musik offiziell untersagt und somit seit einem halben Jahrzehnt verstummt. Die Flüchtlingsodyssee der ANIM-Musiker in europäische Exilländer ist ebenfalls von Angst, Verlust und schwerem Neuanfang geprägt. In diesem Chaos verfolgt der Institutsleiter gemeinsam mit den jungen Musikern ein wichtiges Ziel: Das kulturelle Erbe Afghanistans zu sichern und das Land als Kulturnation vor dem Verschwinden zu bewahren.
"Afghanistans Musikinstitut ANIM zwischen Krieg und Exil" im Überblick
Afghanistans Musikinstitut ANIM zwischen Krieg und Exil
von Martin Gerner
| Sendezeit | Di, 11.08.2026 | 22:05 - 22:50 Uhr |
| Sendung | Deutschlandfunk "Musikszene" |