Die Weltraumgedichte des Autors Alexander Schnickmann
Die Weltraumgedichte des Autors Alexander Schnickmann © beto_camin / freeimages.com

LiteraturLesung

Alexander Schnickmann spricht über und liest aus "Gestirne. Weltraumgedichte"

Mit "Gestirne" präsentiert der 1994 geborene Alexander Schnickmann nach seinem Erstlingswerk "Requiem" eine Sammlung von "Kosmischen Versen". Eine tiefe Sehnsucht nach der Schwerelosigkeit spiegelt sich in seinen schwebenden und überlappenden Bildern wider. Das wertvolle Lebendige liegt nur einen Gedanken entfernt vom Unbelebten und Eiskalten; es erfordert lediglich einen aufmerksamen Blick: "erkenne Krater und Flächen im Licht / um deinen Leib". Für den gläubigen Katholiken Schnickmann muss das geliebte Gegenüber nicht zwangsläufig ein Mensch sein: "und dass Himmelskörper wandern / denke ich flüstere und atme bete GOTT".

Der Text thematisiert in verdichteter Form das Universelle und das Winzige, die Leere und deren Erfüllung sowie stets ein Selbst, das - während alles sich überschneidet - "allmählich wieder zur Klarheit finden" möchte. Dies ist idiosynkratische Lyrik à la Dietmar Dath für Science-Fiction-Liebhaber und Spiele-Enthusiasten, für digitale Romantiker und gläubige Sternensänger, für Neo-Beat-Poeten und Anhänger von Patti Smith: "& wir resonieren einfach / in der Kohärenz einer Sphäre / die uns unverständlich bleibt".

Zum Autor

Alexander Schnickmann, im Jahr 1994 in Lünen geboren und in Bergkamen im Ruhrgebiet aufgewachsen, verfasste Werke über Flora und Fauna, Maschinen und Geister und erhielt 2023 den Leonce-und-Lena-Preis.

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Alexander Schnickmann spricht über und liest aus "Gestirne. Weltraumgedichte"

von Alexander Schnickmann

Sendezeit Mi, 22.04.2026 | 20:30 - 21:00 Uhr
Sendung Deutschlandfunk "Lesezeit"
Radiosendung