
Hörspiel
Arthur Schnitzlers "Reigen" als "Konzert mit Drama"
Das Drama "Reigen" von Arthur Schnitzler sorgte bei seiner Uraufführung im Jahr 1920, also 23 Jahre nach der Vollendung, für heftige Kontroversen. Daraufhin untersagte der Schriftsteller selbst jegliche Aufführungen, was bis zum Jahr 1982 in Kraft blieb. In zehn aufeinander bezogenen Dialogen, angesiedelt in verschiedenen sozialen Milieus, lässt Schnitzler seine Charaktere Gedanken und Gefühle vor und nach einem intimen Zusammentreffen äußern.
Zusammen mit den Schauspielern Regina Fritsch und Sven-Eric Bechtolf interpretiert die Musicbanda Franui die zehn Szenen in einem frischen musikalischen Kontext: Das böhmische Dienstmädchen trifft musikalisch auf Gustav Mahler, während im privaten Séparée der Klang von Erik Satie erklingt. Die Reden des Poeten werden von John Cages Kompositionen untermalt, und an die italienische Hochzeitsreise erinnert eine Arie von Giuseppe Verdi im ehelichen Gemach.
Sven-Eric Bechtolf und Andreas Schett, der die Leitung der Musicbanda Franui innehat, haben diese dramaturgische Arbeit Schnitzlers, die 1903 zuerst als Schriftstück erschien, für eine Sendung auf Ö1 adaptiert. Die Regie übernahm Harald Krewer, während Martin Leitner und Manuel Radinger für die technische Umsetzung zuständig waren.
Zum Autor
Arthur Schnitzler, der im Zeitraum von 1862 bis 1931 in Wien lebte, war österreichischer Arzt sowie ein talentierter Erzähler und Bühnenautor. Er zählt zu den wichtigsten Persönlichkeiten der Wiener Moderne.
"Arthur Schnitzlers "Reigen" als "Konzert mit Drama"" im Überblick
Arthur Schnitzlers "Reigen" als "Konzert mit Drama"
von Arthur Schnitzler
Mit Regina Fritsch, Sven-Eric Bechtolf, Musicbanda Franui
Produktion: 2026
| Sendezeit | Sa, 11.07.2026 | 14:00 - 15:00 Uhr |
| Sendung | Ö1 "Hörspiel" |