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Berühmte Komponisten - Biografien zum Hören Folgen
Giacomo Puccini: Die Welt zum Weinen bringen. Udo Wachtveitl präsentiert die neue Staffel der Hörbiografien von BR-KLASSIK. Manche Melodien lösen eine Reaktion im Körper aus: Gänsehaut, Rückenmark. Und manche Geschichten haben einen unwiderstehlichen Sog. Puccini hat solche Melodien erfunden. Und er war sein Leben lang auf der Jagd nach solchen Geschichten. Das hat ihn zu einem der drei meistgespielten Opernkomponisten der Welt gemacht. Sein Leben ist auch eine erstaunliche Geschichte. Mal erinnert sie an ein Märchen, mal an einen Krimi und oft an eine traurige Komödie. Puccini war ein Prachtexemplar der Gattung Macho mit unzähligen Affären und Miseren, oft amüsant und oft zum Weinen traurig. Die Puccini-Zitate spricht Max Simonischek.
Folgen von Berühmte Komponisten - Biografien zum Hören
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Folge vom 23.10.2020#06 Krieg und Frieden (1813 bis 1815)In der Völkerschlacht bei Leipzig wird Napoleon besiegt. Beethoven dirigiert auf einem Wohltätigkeitskonzert für die Invaliden die "Siebte Symphonie", seine Schlachtensymphonie "Wellingtons Sieg" macht Furore. Auch seine Oper, die jetzt "Fidelio" heißt. Der Wiener Kongress soll den Frieden sichern und die Ordnung Europas wiederherstellen. Für das begleitende Kulturprogramm entsteht die Kantate "Der glorreiche Augenblick". Beethoven steht auf dem Gipfel seines Ruhmes. Aber es geht ihm schlecht, und die Schwerhörigkeit schreitet dramatisch fort. Als sein Bruder stirbt, wirft sich Beethoven in einen verbissenen Kampf um die Vormundschaft des neunjährigen Neffen Karl.
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Folge vom 23.10.2020#07 Kindeswohl (1816 bis 1819)Beethoven steckt in einer Schaffenskrise, der Achten Symphonie sind kaum noch bedeutende Werke gefolgt. Er verfolgt ein ganz anderes Projekt: Die Erziehung seines Neffen. Aus dem neunjährigen Karl will er einen bedeutenden Menschen machen. Doch der erbitterte Kampf mit der Mutter fordert seinen Tribut. Während dessen komponiert Beethoven wenig, aber einige große, kühn konzipierte Werke: den Liederkreis "An die ferne Geliebte", die "Hammerklaviersonate". Er beginnt die "Diabelli-Variationen" und die "Missa solemnis".
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Folge vom 23.10.2020#08 Zukunftsmusik (1819 bis 1823)Das politische Klima ist bedrückend, die Polizei überwacht sogar das Kulturleben. Beethoven schimpft auf die Regierung. Doch im Fall seines Neffen nimmt er gern die Staatsgewalt in Anspruch: Vor Gericht entreißt er der Mutter endgültig das Sorgerecht. Er ist so schwerhörig, dass er ohne Konversationsheft kein Gespräch mehr führen kann. Mit dem inneren Ohr dringt er in neue Dimensionen der Musik vor: Die "Missa solemnis" wächst heran, "das größte Werk, welches ich bisher geschrieben!" Seine 33 Diabelli-Variationen fügen sich zu einem Kosmos der Kompositionskunst.
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Folge vom 23.10.2020#09 Der ganzen Welt (1822 bis 1824)Beethoven ist in schlechter Verfassung: Zu seiner Schwerhörigkeit gesellen sich Rheumaschübe und die Gelbsucht. Er ist zwar ein lebender Mythos, aber der neue Star in Wien heißt Rossini. Und seine große unerfüllte Liebe, stirbt mit nur 42 Jahren. Beethoven widmet sich einer neuen Symphonie für London. "Die Neunte" reift langsam heran, viele ältere Ideen und Pläne fließen in sie ein. Seine Wiener Fans wollen sie unbedingt zuerst hören, doch die Vorbereitungen zur Uraufführung verlaufen abenteuerlich.