
LiteraturLesung
Christian Haller spricht über und liest aus: "Einfallende Dämmerung"
Ein bedrückendes Thema unserer heutigen Zeit ist die Einsamkeit, von der insbesondere das männliche Geschlecht stark betroffen ist. In diesem Frühjahr widmen sich zahlreiche Publikationen diesem Thema, angefangen bei Maike Luhmanns umfassender Suhrkamp-Analyse bis hin zur Essay-Sammlung von Daniel Haas im Goldmann-Verlag.
Der Schriftsteller Christian Haller, der im Jahr 2023 mit dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet wurde, beleuchtet in seiner Erzählung "Einfallende Dämmerung" die Figur des emeritierten Professors der Biologie, Paul Bálint, der ebenso wie der Schriftsteller selbst das 80. Lebensjahr vollendet hat.
Bálint, wie von seinem Weggefährten Steinberg eingehend erläutert wird, befindet sich an der Schwelle zwischen "jungem" und "altem" Alter – eine Lebensphase, in der nichts mehr gewiss erscheint, das endgültige Ende allgegenwärtig droht und Einsamkeit den Alltag prägt. Obwohl Bálint fast schon zu verschwinden scheint, gelingt es ihm, durch diese berührend-nachdenkliche Altersgeschichte neuen Lebenswillen zu fassen.
Zum Autor
Der 1943 in Brugg, Schweiz geborene Christian Haller studierte das Fach Biologie und war Teil des Leitungsteams des Gottlieb Duttweiler Instituts in der Nähe von Zürich. Zu den Auszeichnungen, die ihm zuteilwurden, zählen der Aargauer Literaturpreis (2006), der Schillerpreis (2007) sowie der Kunstpreis des Kantons Aargau (2015). Mit der Novelle "Sich lichtende Nebel" erlangte er im Jahr 2023 den renommierten Schweizer Buchpreis. Sein jüngstes Werk trägt den Titel "Das Institut". Der Schriftsteller ist in Laufenburg ansässig.
"Christian Haller spricht über und liest aus: "Einfallende Dämmerung"" im Überblick
Christian Haller spricht über und liest aus: "Einfallende Dämmerung"
von Christian Haller
| Sendezeit | Mi, 27.05.2026 | 20:30 - 21:00 Uhr |
| Sendung | Deutschlandfunk "Lesezeit" |