Armenier werden im April 1915 von osmanischen Soldaten in ein Gefangenenlager gebracht
Armenier werden im April 1915 von osmanischen Soldaten in ein Gefangenenlager gebracht © Wikimedia Commons / Public Domain

Hörspiel

"Der Stimme ihren Ort zurück" - Armenien: Die Heimat im Gepäck

Der Genozid an den Armeniern liegt dem armenischen Volk nach wie vor schwer im Magen, insbesondere weil dieser Akt des Terrors nach wie vor großteils negiert wird. Das Hörspiel "Die Heimat im Gepäck" schildert die Suche nach einer bekannten Stimme und damit auch nach dem Gedächtnis.

Eine Stimme aus der Vergangenheit erreicht Lusine. Durch Zufall hört sie im Radio eine historische Tonaufnahme aus dem Ersten Weltkrieg. Erstaunlicherweise kommt ihr diese Stimme sehr bekannt vor.

Wer ist der Sprecher? Auf der Suche nach einer Antwort muss die junge Frau tief in die Geschichte ihrer eigenen Familie eintauchen. Dabei stößt sie auf ein großes Schweigen, das sie bedrückt. Lusine gehört zur armenischen Diaspora, die seit dem Genozid an den Armeniern vor einem Jahrhundert weltweit verstreut ist.

Damit verwandelt sich die Suche nach der Stimme in eine Suche nach Erinnerungen, und jene eine Stimme ruft viele andere ins Gedächtnis. Da ein Jahrhundert und das hartnäckige Schweigen vergangen sind, können die Erinnerungen und individuellen Erlebnisse nur teilweise rekonstruiert werden.

""Der Stimme ihren Ort zurück" - Armenien: Die Heimat im Gepäck " im Überblick

"Der Stimme ihren Ort zurück" - Armenien: Die Heimat im Gepäck

von Simone Kucher

Produktion: 2015

Sendezeit Sa, 12.04.2025 | 19:04 - 20:00 Uhr
Sendung WDR 3 "Hörspiel"
Radiosendung