
Hörspiel
Der Sündenhund von Theodor Weißenborn
Theodor Weißenborn hat eine tiefgehende psychologische Perspektive auf einen Jungen gefasst, dessen Leben durch Gewalterleben schwer gezeichnet ist und der sich deshalb in seine eigene Welt zurückzieht.
Peter erfährt körperliche Misshandlung durch seinen Stiefvater. Oftmals fehlt er im Unterricht und muss im Krankenhaus behandelt werden, nachdem er wieder einmal so schwer geschlagen wurde, dass er das Bewusstsein verliert. Er lebt in einem Zustand zwischen Leben und Tod, fühlt sich nicht lebendig, aber auch nicht wirklich tot. Er hat das Gefühl, ein Zombie zu sein. Zombies sind stumm. Daher schweigt er vor den Ärzten und gibt keine Antwort auf deren Fragen.
Unterdessen spielen sich in seinem Inneren furchteinflößende Szenen ab, eine Fusion aus erlebten und filmisch anmutenden Grausamkeiten. Peters Kindheit war von Trostlosigkeit und farbloser Härte geprägt, wobei seelische sowie körperliche Misshandlung allgegenwärtig waren. Indem er die Realität leugnet, versucht er, mit seiner Situation umzugehen.
"Der Sündenhund von Theodor Weißenborn" im Überblick
Der Sündenhund von Theodor Weißenborn
von Theodor Weißenborn
Mit Katharina Thalbach
Produktion: 1989
| Sendezeit | Mi, 19.08.2026 | 22:05 - 23:00 Uhr |
| Sendung | Deutschlandfunk Kultur "Hörspiel" |