
Hörspiel
"Die Don Quijotinnen oder Was kostet die Kindheit?"
"Die Don Quijotinnen oder Was kostet die Kindheit?" ist eine fiktionale Erzählung, die auf den Interviews vom Autor Müller mit alleinerziehenden Müttern beruht. Drei Frauen müssen in einer Gerichtsverhandlung ihr Leben und das ihrer Kinder rechtfertigen.
Wenn Alleinerziehende ihren Erziehungsauftrag leisten, leidet meist die Karriere darunter. Das heißt, dass ein Drittel der alleinerziehenden Familien von Armut bedroht ist und 41 Prozent auf staatliche Leistungen angewiesen sind. Dadurch sind die Kinder von Alleinerziehenden in ihrer Lebensplanung stark benachteiligt.
Wie auch in den preisgekrönten Vorgängerstücken "Das Projekt bin Ich" und "Lieber Nicolas Berggruen" interviewte die Autorin zahlreiche Betroffene. Dieses dokumentarisch-biografische Material wurde im zweiten Schritt zu Texten entwickelt, die sich in die Folie der fiktiven Gerichtsverhandlung einfügen.
Drei Mütter befinden sich in einer bedrohlich wirkenden Gerichtsverhandlung und sind die Angeklagten. Es wird ihnen vorgeworfen, das Kindeswohl und sogar das Gemeinwohl zu gefährden. Das Kindeswohl sei bedroht, weil ihre Familien finanziell weniger gut aufgestellt sind als die Durchschnittsfamilien. Und das Gemeinwohl würden die Frauen gefährden, weil ihr Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt nicht hoch genug sei.
Die Frauen werden dazu gezwungen, ihre Biografien, Sexualitäten, Emotionen und Finanzen offen darzulegen. Dabei müssen sie sich vollkommen entblößen.
""Die Don Quijotinnen oder Was kostet die Kindheit?"" im Überblick
"Die Don Quijotinnen oder Was kostet die Kindheit?"
von Ulrike Müller
Mit Franziska Kleinert, Martina Hesse, Claudia Lietz
Produktion: 2021
| Sendezeit | Sa, 12.04.2025 | 14:00 - 15:00 Uhr |
| Sendung | Ö1 "Hörspiel" |