
Hörspiel
Erinnerungen einer Überflüssigen
Lena Christ beschreibt ihr Leben als Frau im katholischen Bayern vor über 100 Jahren. Die Mutter holt das uneheliche und ungewollte Kind mit acht Jahren von den geliebten Großeltern aus dem dörflichen Glonn zu sich nach München, damit sie dazu verdient. Nun beginnt ein schwieriger Weg.
Unermüdlich wirft die Mutter der Tochter ihre uneheliche Existenz vor. Sie misshandelt sie und nutzt ihre Arbeitskraft aus. Dann geht Lena ins Kloster, um ihre Lage zu verbessern, arbeitet schließlich als Hausmädchen bei wohlhabenden Leuten und landet doch wieder bei ihrer Mutter und dem Stiefvater.
Während ihres Lebens bewegt sich ihr Verhältnis zu ihrer Mutter zwischen starker Zuneigung und heftiger Abscheu. Die erwachsene Lena Christ zeichnete 1912 mit eindringlicher und direkter Sprache das Bild des Lebens einer Frau im katholischen Bayern auf dem Land und in der Stadt um die Jahrhundertwende. Dabei ist "Erinnerungen einer Überflüssigen" keine reine Autobiografie, sondern fügt den literarisch eigenen Erlebnissen gesellschaftliche Beobachtungen hinzu.
"Erinnerungen einer Überflüssigen" im Überblick
Erinnerungen einer Überflüssigen
von Lena Christ
Mit Brigitte Hobmeier, Helena Schrei, Sarah Camp, Klaus Stiglmeier, Johanna Bittenbinder, Winfried Frey
Produktion: 2020
| Sendezeit | So, 01.03.2026 | 15:05 - 17:00 Uhr |
| Sendung | Bayern 2 "Hörspiel" |