
HörspielLesung
"Fabula" - Aramburus Schelmenroman über die ETA | Teil 19 von 20
Teil 19/20 | Voller Leidenschaft für ein freies Baskenland sind Asier und Joseba, zwei junge Erwachsene in den Zwanzigern, die in der Abgeschiedenheit Südfrankreichs, umgeben von Hühnern und Feldern, davon träumen, als legendäre Figuren in die Annalen der Geschichte einzugehen.
Fernando Aramburu beschreibt, wie die ETA ihre Pläne durchkreuzt, indem sie das Ende ihres bewaffneten Kampfes verkündet. Doch unbeirrt verfolgen die beiden Protagonisten in diesem humorvollen Roman weiter ihren eigenen Weg.
Völlig von Informationen abgeschnitten und ohne Verbindung zu ihrem Kontaktmann formen Asier und Joseba eine eigene Einheit. Sie trainieren körperlich und üben das Schießen. Mangels echter Waffen nutzen sie einen Besenstiel, und für Hinrichtungssimulationen dient manchmal sogar ein Huhn. Wie moderne Don Quijote und Sancho Panza lassen sie ihren Träumen freien Lauf und glauben, auf einem heroischen Abenteuer zu sein, während sie bereits an den simpelsten Aufgaben scheitern. Ohne die Hilfe der spanischen Kommunistin María Cristina wären sie heimatlos und kämen keinen Schritt voran.
Der 1959 in Donostia geborene Fernando Aramburu erlebte selbst die politische Beeinflussung durch die ETA-Anhänger. Er studierte in Saragossa spanische Philologie und lebt seit 1984 in Hannover. Sein preisgekrönter Roman "Patria", der in 20 Sprachen verfügbar ist, konzentriert sich auf den ETA-Terror sowie die Versöhnung zwischen Tätern und Opfern. In "Fabula" hingegen steht der skurrile Aspekt des vermeintlichen Heldenwegs dieser isolierten Aktivisten im Vordergrund.
""Fabula" - Aramburus Schelmenroman über die ETA" im Überblick
"Fabula" - Aramburus Schelmenroman über die ETA
von Fernando Aramburu
Mit Thomas Nicolai
Produktion: 2026
| Sendezeit | Di, 26.05.2026 | 09:30 - 10:00 Uhr |
| Sendung | hr2-kultur "Lesung" |