Es gehört zu den weltweit angesehensten Spezial-Ensembles für die Musik des Mittelalters und der Renaissance: Das im Umfeld der Basler Schola Cantorum beheimatete Ensemble «Le Miroir de Musique» und sein Leiter Baptiste Romain.
Auf seiner aktuellen Aufnahme erkundet «Le Miroir» die musikalische Welt der Laudesi-Bruderschaften, die um 1500 in der Region Venedig aktiv waren und auf die den heiligen Franz von Assisi zurückgehen. Diese schufen ein reiches Repertoire italienischer Andachtsgesänge, die tief in der volkstümlichen Frömmigkeit verwurzelt sind. Aus musikalischer Sicht interessant dabei: Oft verbinden diese Lieder homophone Satztechniken mit einer unmittelbaren Ausdruckskraft, die auf das einfache Volk zielte und von franko-flämischen Liedern beeinflusst war. Eine Klangwelt an der Schnittstelle von Spiritualität und aufkeimendem Humanismus.
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Für Fans alter Musik: Weltliche und geistliche Musik bis und mit Bach, dazu Information zu Werken und Interpretationen.
Folgen von Fiori musicali
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Folge vom 21.06.2026Ubi caritas - Italienische Laude der Frührenaissance
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Folge vom 14.06.2026Schmerzvolle HarmonienNicht erst in der Moderne haben Komponisten mit Dissonanzen und Mikrotonalität experimentiert. Auch in der Spätrenaissance entstanden etliche Werke, die noch heute mit ihrer scharfen Tonalität überraschen. Besonders der Liebeskummer schmerzt in den Seelen der damaligen Protagonisten – und in den Ohren der Zuhörenden. In dieser Ausgabe der Fiori musicali stellen wir einige dieser Madrigale mit «schrägen» Harmonien vor, von Cipriano de Rore, Pomponio Nenna und anderen.
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Folge vom 07.06.2026Pièces de clavecin«Pièces de clavecin» - Stücke für Cembalo - unter diesem Titel veröffentlichte Jacques Champion de Chambonnières im Jahre 1670 die erste gedruckte Sammlung von Cembalomusik in Frankreich. Der Titel wurde zum stehenden Begriff, und so nannten die auf Chanbonnières folgenden französischen Komponisten des 17. und 18. Jahrhunderts ihre Cembalo-Musik ebenfalls «Pièces de clavecin», darunter Jean-Philippe Rameau, Louis und François Couperin, Louis-Nicolas Clérambault, Jean-Henri d'Anglebert oder Elisabeth Jacquet de la Guerre. Die Fiori musicali mit einer cembalistischen Tour de France.
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Folge vom 31.05.2026Fortuna desperata - musikalische SchicksalsfragenWas das Schicksal mit uns Menschen im Schilde führt, das ist eine zeitlose Frage, die sich auch in der Musikgeschichte spiegelt. Ein bekanntes Beispiel dafür ist «Fortuna desperata» - das vielleicht populärste italienische Lied des 15. Jahrhunderts und eine der beliebtesten Vorlagen der Renaissance. Ein anonymer Dichter aus Florenz beklagt darin die Ungerechtigkeit der Göttin Fortuna. Auch wer die wunderschöne Melodie dazu geschrieben hat, ist unbekannt. Sie hat viele Komponisten jener Zeit inspiriert. «Fiori musicali» mit Fortuna-Beiträgen von Heinrich Isaac, Ludwig Senfl, Jacob Obrecht, u.a.