
Hörspiel
German Diaries von Samuel Beckett | Teil 1 von 2
Teil 1/2 | Samuel Beckett führte nur einmal ausführlich ein Tagebuch, nämlich während seiner ausgedehnten Reise durch Deutschland, die von September 1936 bis April 1937 dauerte. In dieser Zeit beobachtete er, wie sich die Gesellschaft gleichschaltete.
Im Herbst 1936 beschloss der damals 30-jährige Beckett, seinen Beruf als Literaturdozent aufzugeben. Zur selben Zeit beendete er vorzeitig eine Psychotherapie und es gelang ihm nicht, sein erstes Buch "Murphy" zu veröffentlichen. Er machte sich schließlich auf den Weg nach Deutschland, um dort künstlerische Werke zu betrachten und sich selbst neu zu erleben. Bereits in Hamburg, seiner ersten Station, wurde er Zeuge einer Gemeinschaft, die sich in Richtung einer vollständigen Anpassung des öffentlichen Lebens bewegte. Er traf auf Maler und Kunstliebhaber, zeigte sich erschüttert über die Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung und entwickelte sich zu einem detailgenauen Beobachter des Alltags im nationalsozialistischen Deutschland.
Zum Autor
Der in Dublin geborene Samuel Beckett (1906–1989), der in Paris verstarb, gilt als einer der herausragendsten Autoren des 20. Jahrhunderts. Im Jahr 1969 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur zuerkannt. Beckett erlangte Berühmtheit vor allem durch seine Theaterstücke, insbesondere das Werk "Warten auf Godot", schrieb jedoch auch Romane und Gedichte.
"German Diaries von Samuel Beckett" im Überblick
German Diaries von Samuel Beckett
von Samuel Beckett
Mit Sabin Tambrea
Produktion: 2026
| Sendezeit | Sa, 12.09.2026 | 20:05 - 22:00 Uhr |
| Sendung | Deutschlandfunk "Hörspiel" |