
Klassik-Konzerte & Oper
Kammermusikfest Spannungen 2025
Vergangene Ereignisse hinterlassen Spuren in musikalischen Werken. Wer sie heutzutage erlebt, erfährt zugleich einen Rückblick in vergangene Zeiten – dies wird in dieser musikalischen Darbietung klar verdeutlicht.
Laut dem amerikanischen Musikforscher Jeremy Eichler verfügt Musik über die außergewöhnliche Eigenschaft, das in der Geschichte Erstarrte wieder lebendig zu machen, wie er in seinem Werk "Das Echo der Zeit" feststellt. Dieser Gedanke hat Christian Tetzlaff, den künstlerischen Kopf des Kammermusikfestivals Spannungen, tief beeindruckt und dient als inspirierendes Leitthema für die Festivalausgabe im Jahr 2025.
In der hier vorgestellten Aufführung sticht besonders Schostakowitschs Klavierquintett hervor, das die intensiven Herausforderungen seines Lebens unter der Herrschaft Stalins widerspiegelt. Ebenso bringt Ethel Smyths Violinsonate, die 1887 entstand, ihren Zeitgeist zum Ausdruck: Anleihen an Brahms sind ebenso deutlich erkennbar wie impressionistische Farbklänge. Als Frau der damaligen Zeit wurde sie desöfteren mit ihren Kompositionen konfrontierte, sie hätten einen zu "weiblichen" Stil. Dennoch setzte sie unerschrocken ihren künstlerischen Weg fort.
"Kammermusikfest Spannungen 2025" im Überblick
Kammermusikfest Spannungen 2025
von Mahler, Smyth, Berio, Schostakowitsch
Mit Hyeyoon Park, Christian Tetzlaff, Hana Chang, Violine
Kraftwerk Heimbach
21. Juni 2025
| Sendezeit | So, 01.03.2026 | 21:05 - 23:00 Uhr |
| Sendung | Deutschlandfunk "Konzertdokument der Woche" |