
Klassik-Feature
Kit Armstrong und sein Klavierkonzert im alten Gewand
Von Johann Sebastian Bach über Ludwig van Beethoven hin zu Frédéric Chopin und George Gershwin: Jahrhundertelang war es unter Pianisten üblich, eigene Kompositionen für Auftritte zu schaffen. Heutzutage ist oftmals die klare Abgrenzung zwischen dem Komponisten und dem ausübenden Musiker zu beobachten. Kit Armstrong widersetzt sich diesem Trend, er empfindet diese Trennung als "unnatürlich" und sieht es als "künstlerisch erforderlich" an, als Pianist auch schöpferisch tätig zu sein. Ohne Klavier übt und komponiert er Musik, nur durch die Kraft seiner Imagination am Arbeitstisch.
Dabei macht er einen Unterschied zwischen dem geschriebenen Notentext und der musikalischen Darbietung, welche für ihn zwei eigenständige Kunstwerke darstellen: eines vollendet, das andere entsteht direkt im Augenblick der Aufführung. In seinen musikalischen Schöpfungen bedient sich Armstrong alter Techniken der Kompositionslehre; die Anknüpfung an die Historie bildet das Fundament seiner kreativen Arbeit. Dies wird schon bei der Instrumentation deutlich, wenn er ein "Konzert für Fortepiano und Streichorchester" entwirft.
"Kit Armstrong und sein Klavierkonzert im alten Gewand" im Überblick
Kit Armstrong und sein Klavierkonzert im alten Gewand
von Philipp Quiring
| Sendezeit | Di, 31.03.2026 | 22:05 - 22:50 Uhr |
| Sendung | Deutschlandfunk "Musikszene" |