Der Schneidergeselle Wenzel Strapinski bringt nicht den Mut auf ein Missverständnis aufzuklären
Der Schneidergeselle Wenzel Strapinski bringt nicht den Mut auf ein Missverständnis aufzuklären © Itz / freeimages.com

Hörspiel

Kleider machen Leute - Nach der Novelle von Gottfried Keller

Der unglückliche Schneidergeselle Wenzel Strapinski wird aufgrund seines beeindruckenden Aussehens und seiner edlen Garderobe für einen Adligen gehalten. Während eines Festes wird er jedoch von den Schneidern aus dem benachbarten Dorf entlarvt.

Strapinski ist eigentlich kein Meister seines Handwerks, sondern nur ein einfacher Geselle. Dennoch wird der bedauernswerte Wenzel bei seiner Ankunft in einem beschaulichen Schweizer Städtchen für vornehm gehalten, da er äußerst stilvoll gekleidet ist. Die ihm entgegengebrachte Bewunderung zieht ihn mit sich fort. Diese Irreführung führt zu weiteren Verwechslungen, die dazu führen, dass Strapinski in den Augen der Einheimischen als ehrwürdiger Mann wahrgenommen wird. Auch die Liebe lässt nicht lange auf sich warten: Nettchen, eine junge Dame aus gutem Hause, verliebt sich in ihn. Doch als die wahre Herkunft des nichtadligen Schneiders enthüllt wird, zerplatzt der flüchtige Traum vom Glück.

Ein Hörspiel, das die Oberflächlichkeit gesellschaftlicher Wahrnehmungen und den Einfluss von Äußerlichkeiten auf den sozialen Rang thematisiert.

Zum Autor

Gottfried Keller (1819-1890) war ein bedeutender Schweizer Dichter des bürgerlichen Realismus, zugleich auch Politiker und Maler. Seine literarischen Werke, insbesondere der bekannte Roman "Der grüne Heinrich" (1855), zählen zur Weltliteratur.

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Kleider machen Leute - Nach der Novelle von Gottfried Keller

von Gottfried Keller

Mit Walter Gontermann, Angelika Villforth, Hans Gerd Kilbinger, Ingeborg Böhmchens von Bor, Jürgen Hilken

Produktion: 1989

Sendezeit Di, 26.05.2026 | 20:05 - 21:00 Uhr
Sendung Deutschlandfunk "Hörspiel"
Radiosendung