
Hörspiel
Schnee - Selbstmord durch fundamentalistischen Zwang | Teil 1 von 2
Teil 1/2 | Ein Dichter wird für einen Journalisten gehalten und soll über die bevorstehende Wahl und Selbstmorde junger Mädchen in Kars berichten.
Ein Dichter reist in die türkische Provinzstadt Kars. Die Bewohner halten ihn für einen Journalisten, da er im Auftrag einer Istanbuler Zeitung über die bevorstehende Wahl berichten und die Selbsttötungen junger Mädchen untersuchen soll.
Für den Dichter namens Ka, der lange im deutschen Exil gelebt hat und sich als moderner Europäer betrachtet, bedeutet dies eine Rückkehr in die Vergangenheit. Vor allem möchte er seine Jugendliebe Ipek begegnen, die gerade eine Trennung von ihrem Ehemann hinter sich hat.
Nach seiner Ankunft im Hotel "Schneepalast" wird Ka von verschiedenen Menschen umworben. Die Kurden, Sozialisten, Islamisten und Laizisten möchten ihn jeweils für ihre Zwecke gewinnen. In der Vorwahlzeit gerät Ka in eine blutige Auseinandersetzung zwischen den verfeindeten Gruppen.
Zum Autor
Orhan Pamuk kam 1952 in Istanbul zur Welt und lebt seitdem dort. Er studierte Architektur und Journalismus. Seine Werke vereinen orientalische Traditionen mit westlicher Moderne und wurden in 35 Sprachen übersetzt und in über 100 Ländern publiziert. Sein siebter Roman ist "Schnee" (2002). Eine weitere Hörspieladaption ist "Rot ist mein Name" (WDR 2005). 2006 erhielt Orhan Pamuk den Literaturnobelpreis.
"Schnee - Selbstmord durch fundamentalistischen Zwang" im Überblick
Schnee - Selbstmord durch fundamentalistischen Zwang
von Orhan Pamuk
Mit Wolfgang Rüter, Jens Wawrczeck, Ilknur Bahadir, Idil Üner, Orhan Güner, Özgür Özata, Mehmet Kurtulus, Telat Yurtsever, Erhan Emre, Demir Gökgöl, Peter Fricke, Özgür Yildirim, Robert Lenkey
Produktion: 2006
| Sendezeit | So, 15.10.2023 | 18:30 - 20:00 Uhr |
| Sendung | Deutschlandfunk Kultur "Hörspiel" |