
Hörspiel
Unruhe um einen Friedfertigen | Teil 1 von 2 Folgen
Teil 1/2 | Der 1947 veröffentlichte Roman "Unruhe um einen Friedfertigen" von Oskar Maria Graf beschreibt die erschütternden Ereignisse, die sich zwischen dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Machtübernahme durch Hitler abspielen. Er erzählt von den Erlebnissen des Schusters Kraus, der Familie des Haingeiger-Bauern, und weiteren Bewohnern aus Auffing und seiner Umgebung, deren bislang friedvolles Dasein durch entsetzliche Gewalt und Hass zerstört wird.
Die Politik war für diese Menschen bislang etwas Abstraktes, das nur in fernen Städten stattfand und wenig Einfluss auf ihr Leben hatte. Doch plötzlich werden sie direkt davon betroffen. Zunächst durch die heimkehrenden, missmutigen jungen Männer des Ersten Weltkriegs und einige Jahre später durch die SA, die vor Ort die Kontrolle übernimmt und zur Unterdrückung Andersdenkender und speziell der jüdischen Gemeinschaft auffordert.
Viele der Dorfbewohner passen sich der neuen feindseligen Macht an und folgen sklavisch dem Weg von Intoleranz und Vorurteilen. Eines kalten Tages wird der Schuster – bekannt dafür, dass er jüdische Vorfahren hat – tot im Schnee aufgefunden, ein Opfer dieser menschenverachtenden Ideologie.
Zum Autor
Der aus Bayern stammende und in den USA lebende Autor Oskar-Maria Graf (1894-1967) setzte sich in seinen Werken intensiv mit dem Zusammenspiel von Faschismus und dem Kleinbürgertum auseinander. Dabei sind "Der Abgrund" (1936) und "Anton Sittinger" (1937) wichtige literarische Beiträge zur Erörterung dieses Themas.
Folgen von "Unruhe um einen Friedfertigen "
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Sa 16.05. | 20:05 Uhr
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Sa 23.05. | 20:05 Uhr