
Hörspiel
"Zorn" von Fritz Zorn
Vor einem halben Jahrhundert verstarb der Schriftsteller Fritz Zorn aus der Schweiz. Mit seinem 1977 nach seinem Tod veröffentlichten Buch «Mars» rang er in einer eindringlichen Abrechnung mit der wohlhabenden Gesellschaft der Zürcher Goldküste. Sein Werk wurde zu einem Symbol für eine emotionslose Gemeinschaft.
"Ich bin noch jung, vermögend und habe eine gute Bildung genossen, doch bin ich ebenso niedergeschlagen, verunsichert und fühle mich einsam. Meine Wurzeln liegen in einer der vornehmsten Familien an der rechten Seite des Zürichsees, die oft als Goldküste bezeichnet wird. Ich wuchs in einem konservativen Umfeld auf und habe mein gesamtes Leben lang die Erwartungen erfüllt. Meine Familie weist erhebliche Anzeichen von Degeneration auf, und ich bin vermutlich auch stark durch Vererbung und Umwelt beeinträchtigt. Selbstverständlich leide ich auch an Krebs, was sich aus meiner bisherigen Erzählung fast zwangsläufig ableiten lässt."
Mit diesen Worten beginnt der schweizerische Schriftsteller, der sich den Namen Fritz Zorn gibt, seine schriftlichen Aufzeichnungen, in denen er über sich selbst, seinen familiären Hintergrund und seine Krebserkrankung reflektiert.
""Zorn" von Fritz Zorn" im Überblick
"Zorn" von Fritz Zorn
von Fritz Zorn
Mit Daniel Kasztura, Hilde Ziegler, Fritz Lichtenhahn, Uli Schweizer, Nicolas Rosat, Jürg Hummel, George Bürki, Karlheinz Büchi
Produktion: 1993
| Sendezeit | Sa, 07.11.2026 | 20:00 - 21:00 Uhr |
| Sendung | SRF 2 Kultur "Hörspiel SRF 2" |