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Klassische MusikKultur & Gesellschaft

BackstageClassical

Der Podcast von BackstageClassical.com – Der Musikjournalist Axel Brüggemann trifft in unregelmäßigen Abständen die Player der klassischen Musik und redet, kurz oder lang, über Themen, die die Welt der Musik bewegen: Oper, Konzert und Bühne.

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Folgen von BackstageClassical

125 Folgen
  • Folge vom 03.03.2025
    Guten Morgen, Regietheater!
    Kornelius Paede und Axel Brüggemann diskutieren die Relevanz des Regietheaters und die Notwendigkeit, den Theaterbegriff neu zu denken. Regietheater-Debatte überwinden: Paede betont, dass die ständige Diskussion über Regietheater überholt ist. Stattdessen sollten dringendere Fragen nach der Relevanz des Musiktheaters, seinen Strukturen und alternativen Spielorten diskutiert werden. Realität als Bühne: Laut Paede ist die reale Welt, insbesondere die Politik, oft theatralischer als das traditionelle Theater. Er fragt, wie Theater auf diese Verschiebung reagieren und einen Bezug zur Realität herstellen kann. Interpretationskulturen: Paede erklärt, dass es im Theater zwei unterschiedliche Interpretationskulturen gibt: Intention und Buchstabentreue. Er argumentiert, dass ein Missverständnis zwischen diesen Kulturen besteht, das überwunden werden sollte. Theater als Diskursraum: Brüggemann und Paede diskutieren, ob das Theater als politischer Diskursraum an Attraktivität verloren hat. Paede schlägt vor, dass Theater aus seiner Komfortzone heraustreten und sich für neue Formen öffnen muss, um relevant zu bleiben. Schlingensief als Vorbild: Brüggemann und Paede erwähnen Christoph Schlingensief als einen Künstler, der die Grenzen zwischen Theater und Realität verschwommen hat. Seine Aktionen, wie "Ausländer raus", haben gezeigt, wie Theater politisch wirken kann. Ästhetisierung des Lebens: Paede verweist auf den Kunstwissenschaftler Wolfgang Ulrich, der argumentiert, dass die Vorstellungen von Ästhetik sich verändert haben und das Theater neben anderen Lebensbereichen steht. Neue Aufgabe des Theaters: Päde und Paede betonen, dass das Theater eine neue Aufgabe finden muss, da die traditionellen Formen des politischen Theaters nicht mehr die gleiche Wirkung erzielen. Sie schlagen vor, dass Theater lernen muss, mit den "Gefühlspolitiken" umzugehen und eine neue Art von Leichtigkeit und Überlegenheit zu demonstrieren. Zusammenarbeit und Öffnung: Paede schlägt vor, dass Theater sich für Kooperationen mit anderen Kulturbereichen öffnen sollte, insbesondere mit der Popkultur. Er betont, dass es wichtig ist, Privilegien abzugeben und andere Kulturen in ihrer Eigengesetzlichkeit zu akzeptieren. Digitale Kultur: Brüggemann kritisiert, dass das Digitaltheater oft hinter den Entwicklungen in der digitalen Welt zurückbleibt. Paede ergänzt, dass Theater digitale Kulturtechniken nicht als etwas Anderes betrachten darf, sondern als eine eigenständige Form. Neuanfang: Am Ende des Gesprächs betonen Paede und Brüggemann die Notwendigkeit, den Theaterbegriff neu zu denken und die Chance zu nutzen, eine »große leere Welt« neu zu bespielen. Paede schließt mit dem Plädoyer, das Theater nicht mit den Regeln der Großväter zu bespielen, sondern radikal neue Wege zu gehen.
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  • Folge vom 24.02.2025
    Good Morning, Keri-Lynn Wilson!
    Im Backstage Classical Podcasts geht es um den russischen Angriff auf die Ukraine vor drei Jahren. Der Podcast beleuchtet, wie Putin-Propaganda die Kultur beeinflusst. Im Gespräch mit Dirigentin Keril-Lynn Wilson wird die Rolle der Musik als Verteidigungsmittel erörtert. Wilson, Gründerin des Ukrainian Freedom Orchestra, betont die Bedeutung ukrainischer Kultur und Musik als Widerstand gegen die russische Aggression. Sie spricht über die heilende Kraft der Musik und die Notwendigkeit, die ukrainische Kultur zu unterstützen. Der Podcast endet mit einem Aufruf zur Unterstützung und zur Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
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  • Folge vom 23.02.2025
    Guten Morgen, Marc Gandmontagne!
    Mark Grandmontagne, Kulturreferent in Ingolstadt, schlägt Alarm: Die Kommunen stehen vor dem finanziellen Kollaps, mit gravierenden Folgen für Kultur, Bildung und das gesellschaftliche Leben. Im Gespräch mit Backstage Classical sagt er: »Die Einbrüche bei den kommunalen Einnahmen sind sehr drastisch«. Besonders betroffen sei Ingolstadt, da die Stadt stark von der Gewerbesteuer des Volkswagen-Konzerns abhängig ist. Anstatt über kulturelle Teilhabe und Bildungsprojekte zu sprechen, gehe es inzwischen um die pure Existenz des kulturellen Lebens . Die derzeitigen Sparmaßnahmen seien enorm, sagt Grandmontagne. »Wir müssen jetzt Kredite aufnehmen und schätzen, dass wir in den Jahren 26 bis 28 jeweils 25 Millionen Euro einsparen müssen«, erklärt der Kulturreferent. Betroffen seien vor allem die freiwilligen Ausgaben, zu denen Kultur und Sport gehören. Grandmontagne betont, dass es nicht mehr darum gehe, effizienter zu werden, sondern ums nackte Überleben: »Es ist gar keine Kohle mehr da, um zu agieren.«
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  • Folge vom 12.02.2025
    Guten Morgen, Christoph Müller!
    Im BackstageClassical-Podcast spricht Gstaad-Intendant Christoph Müller, über seine 24-jährige Amtszeit, das Spielzeitmotto »Migration« und die Zeit der Transformation in der Klassik. Jetzt sei die Zeit des Wandels und der Transformation in der Welt der klassischen Musik, sagt Christoph Müller im BackstageClassical-Gespräch. Eine wesentliche Erneuerungsrolle komme dabei jenen Veranstaltungen zu, die sich privat finanzieren und deshalb gezwungen seien, innovative Konzepte zu entwickeln.  »Wir sind grösstenteils ein Privatunternehmen«, sagt Müller über das Gstaad Menuhin Festival und betont, dass es in der Schweiz sehr gut möglich sei, Projekte durch private Förderungen zu realisieren. Müller warnt davor, das Publikum zu unterschätzen und erklärt sein Erfolgsgeheimnis so: »Wir haben sowohl die großen Rennpferde im Stall als auch innovative Formate in kleinerem Rahmen, in dem wir experimentieren können.« Selbst im touristischen Umfeld seien die Leute neugierig »und wollen auch etwas sehen, was sie vielleicht sonst in einem normalen Saisonbetrieb nicht erleben«. In seiner Amtszeit habe das Gstaad Festival ein Publikumswachstum von 100% verzeichnet.
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