Tobias Wolff, Intendant der Oper Leipzig, stellt sein Haus auch in der kommenden Saison wieder breit auf: Neben Barock-Ausgrabungen, dirigiert vom Thomas-Kantor, steht auch eine Lady Macbeth von Mzensk auf dem Programm (dirigiert von Andris Nelsons), außerdem plant Wolff die große Renaissance von Albert Lortzing.
Im Podcast Guten Morgen, Tobias Wolff spricht er über den Wandel des Publikumsgeschmackes und darüber, wie wichtig die Identifikation mit einem Ensemble für die Stadt ist. Wolff stellt die 14-Jahres-Regelung in Frage, nach der Ensemblemitglieder nach 14 Jahren unkündbar übernommen werden müssen.
Außerdem entdeckt der Intendant eine neue Sehnsucht nach Harmonie und Schönheit, gerade bei einer jungen, verunsicherten Generation. Der Wunsch nach Dekonstruktion wandle sich zu einer Sehnsucht nach Klarheit.
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Der Podcast von BackstageClassical.com – Der Musikjournalist Axel Brüggemann trifft in unregelmäßigen Abständen die Player der klassischen Musik und redet, kurz oder lang, über Themen, die die Welt der Musik bewegen: Oper, Konzert und Bühne.
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Folge vom 02.06.2024Guten Morgen, Tobias Wolff
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Folge vom 28.05.2024Guten Morgen, Marlene BrüggenMarlene Brüggen ist Head of Artistic Planing beim DSO in Berlin, sie hatte unter anderen die Idee dazu, in jedem Programm des Orchesters mindestens ein Werk einer Frau zu spielen spielen. Nun hat sie ein Symposium organisiert, das am 2. Juni um 15:00 in Berlin stattfindet: Kultur für alle, von allen und mit allen – Feministische Musikpolitik. Im Podcast Guten Morgen, Marlene Brüggen (hier für alle Formate) spricht sie über Anfeindungen von Gegnern feministischer Programmplanung, aber auch vom Abenteuer, neue Werke zu entdecken.
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Folge vom 26.05.2024Guten Morgen, Viktor Schoner!Der Intendant der Oper Stuttgart, Viktor Schoner, sucht nach neuen Wegen des Musiktheaters. Und: er steht immer wieder in der öffentlichen Debatte. Gerade haben er und sein Musikdirektor Cornelius Meister beschlossen, getrennte Wege zu gehen. Kurzfristig war Schoner auch als Intendant für München im Gespräch. Wie kam es dazu, und wie kann es mit der Kommunikation der einzelnen Gruppen an einem Theater klappen – darüber und über seinen neuen Spielplan spricht Schoner im Podcast »Guten Morgen, …« Schoner glaubt, dass es an deutschen Theatern neue Strukturen braucht, um die Balance von Musik-Abteilung und Intendanz neu zu justieren. »Es geht auch um die die Frage: Wie sieht das Orchester von morgen aus?«, sagt er, »da ist der derzeitige Flächentarifvertrag sicherlich nicht hilfreich.« Schoner gibt dem Vorsitzenden der GMD-Konferenz Recht, der im Podcast von BackstageCassical gefordert hatte, dass der Dialog zwischen Intendanzen und Musikdirektionen Verbessert werden müsse. »Ich kenne das im Idealzustand zwischen Bachler und Petrenko in München«, sagt Schoner, »Gérard Mortier, der auf Gastdirigenten gesetzt hat, statt auf einen GMD ist mit diesem Ansatz eher gescheitert. Dialog bedeutet jeden Tag zu sprechen.« Über das Gerücht, dass er als Intendant in München im Gespräch sei, sagt Schoner: »Ich habe mich über die Debatte wirklich geärgert, auch weil die Behauptung eines Journalisten vollkommen an den Haaren herbeigezogen war. Es gab und gibt tatsächlich keine Gespräch mit der Münchner Kulturpolitik.«
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Folge vom 17.05.2024Guten Morgen, Marcus BoschIm BackstageClassical-Podcast »Guten Morgen,…« fordert der Vorsitzende der GMD-Konferenz, Marcus Bosch, mehr Mitspracherecht von Generalmusikdirektorinnen und Generalmusikdirektoren an Deutschen Theatern. Bosch fürchtet, dass Musikdirektoren an Stadttheatern oft nicht an den Entscheidungen beteiligt würden und fordert mehr Gemeinsamkeit zwischen den Theaterleitungen und ihrer musikalischen Führung. Viele Dirigenten fühlten sich im Angesicht der Machtfülle von Intendanten hilflos, sagt Bosch. Die Kompetenz der musikalischen Leitung würde an vielen Häusern derzeit ignoriert werden, beklagt der Dirigent: »Das Entscheidungsrecht liegt in der Regel bei den Intendanten, und da spielt Kompetenz oft leider keine Rolle, sondern allein der Wille einzelner Intendanten.« Der Vorsitzende der GMD-Konferenz befürchtet, dass der Deutsche Bühnenverein, das Gremium der Intendanten, derzeit plane, die Musikdirektoren in den Theater-Organigrammen noch hinter die Orchesterdirektoren einzurordnen. »Die GMDs stecken oft in einer Sandwich-Position, weil sie einerseits vom Orchester wiedergewählt werden müssen und vom Intendanten weiter verlängert werden wollen«, erklärt Bosch, »da herrscht bei vielen das Gefühl großen Ohnmacht.« Marcus Bosch ist Chefdirigent in Rostock, unterrichtet an der Musikhochschule in München und leitet die Opernfestspiele in Heidenheim. Im Gespräch mit BackstageClassical spricht er außerdem über die Angst vor einem Wahlsieg der AfD und über den Neubau des Volkstheaters in Rostock.