
Hörspiel
Damaskus danach von Mudar Alhaggi
Der Titel "Damaskus danach" erzählt keine herkömmliche Heldensaga. Die Formulierungen im Stil von "Ich empfinde nichts anderes als Furcht" oder "Ein erfahrener Gläubiger lässt sich nicht erneut von derselben Freude verlocken" sowie "Das Beste ist, alle Hoffnung zu verlieren, denn so kann einen nichts mehr erschüttern", zeichnen ein Bild einer emotionalen Welt abseits der bekannten Nachrichten. Dieses Werk beleuchtet die innere Zerrissenheit und das Misstrauen gegenüber falscher Hoffnung und utopischen Träumen. Gerade die Darstellung dieser Zwiespältigkeit in einer Ära, in der einfache Antworten populärer sind als komplexe Geschichten, macht den Reiz von "Damaskus danach" aus.
Die Schilderung verschwommener Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit, hervorgerufen durch die traumatischen Erfahrungen von Unterdrückung und Krieg, zeigt sich in den immer wiederkehrenden qualvollen Träumen des Erzählers. Zudem werden in der Geschichte die scheinbaren Gegensätze unter Freunden und Verwandten, die unterschiedlich auf das Ende von Assads Herrschaft reagieren, beleuchtet. Die vorgeschlagene Art, damit umzugehen: standhalten und im Dialog bleiben – das ist ebenso ein Thema von "Damaskus danach". Es wird letztendlich mehr Zuversicht vermittelt als in einer klassischen Heldensaga, auch wenn der Albtraum letztlich erneut zuschlägt.
"Damaskus danach von Mudar Alhaggi" im Überblick
Damaskus danach von Mudar Alhaggi
von Mudar Alhaggi
Mit Mouataz Alshaltouh, Walid Al-Atiyat, Mohamed Achour, Kenda Hmeidan, Inaam Wal, Lama Alhalabi, Max Landgrebe, Stella Hilb, Michael Lippold
Produktion: 2025
| Sendezeit | Sa, 07.03.2026 | 20:05 - 22:00 Uhr |
| Sendung | Deutschlandfunk "Hörspiel" |