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Die Stones auf der Suche nach einem Gitarristen und sich selbst
Ronnie Wood, der einstige "Neue", ist mittlerweile über ein halbes Jahrhundert bei den Rolling Stones dabei und hat sich fest etabliert. Schon beim Album "Black and Blue" von 1976, auf dem er sein Debüt als Mitglied der Band feierte, wirkt er auf dem Cover so, als wäre seine Teilnahme selbstverständlich. Auch wenn seine Gitarrenkünste auf dieser Platte noch nicht stark ausgeprägt sind.
Über fünf Jahre war Mick Taylor als zweiter Gitarrist an der Seite von Keith Richards tätig, bevor er im Dezember 1974 völlig unerwartet seinen Abschied verkündete. Anstatt jedoch die bereits gebuchten Studios zu nutzen, um neue Lieder für "Black and Blue" einzuspielen, fokussierte sich die Band zunächst darauf, einen Nachfolger zu finden. Zahlreiche bekannte Namen standen zur Diskussion: Peter Frampton, Steve Marriott, Rory Gallagher und Jeff Beck – jedoch aus verschiedenen Gründen ohne Erfolg.
Ebenfalls erhielten drei Amerikaner die Chance, bei den Stones vorzuspielen: Robert A. Johnson, Wayne Perkins und Harvey Mandel. Letztere beiden schafften es, mit ihren Gitarrendarbietungen nachhaltig einige Stücke des Albums zu prägen. Dass schließlich Ronnie Wood den begehrten Platz erhielt, lag wohl auch daran, dass er Brite war und mit seinem jugendlichen, ungezogenen Auftreten perfekt das Image der Band ergänzte.
Die intensive Suche nach einem neuen Gitarristen und das Streben der Stones, in den 1970er Jahren musikalisch relevant zu bleiben, machten "Black and Blue" zu einem Werk mit ungewöhnlichem Charakter – vielfältig in seinem Stil, dennoch beständig faszinierend.
Die Stones auf der Suche nach einem Gitarristen und sich selbst im Überblick
| Sendezeit | So, 02.08.2026 | 17:10 - 17:55 Uhr |
| Sendung | Ö1 "Spielräume Spezial" |