
Klassische Musik
"Die Vogelhochzeit" - Uccellini am Bach
Im Barockzeitalter hatten Musikerinnen und Musiker eine Vorliebe dafür, Tier- und Naturklänge mit ihren Instrumenten nachzuahmen. Diese Kunstfertigkeit galt als Beweis für ihren Witz, ihre technische Meisterschaft und ihre Kreativität. Schon die Namen mancher Komponisten erinnerten an die Natur, wie beispielsweise, wenn die "Vögelchen" (Uccellini) am "Bach" ihr Lied anstimmen. Egal ob Kuckuck, Nachtigall, Schildkröten oder Frösche: Komponisten wie Schmelzer, Telemann und Buonamente erfreuten das Publikum mit ihren darstellerischen Naturbildern. Heinrich Ignaz Franz Biber hält dabei den Rekord mit einer Sonate, die gleich sieben Tiere beschreibt.
Das Januar-Konzert der "Musica Antiqua"-Reihe im Germanischen Nationalmuseum widmete sich intensiv den tierischen Klängen in der Barockmusik. Ein hochkarätiges Solistenensemble kam dafür zusammen, darunter Mayumi Hirasaki als Konzertmeisterin der Akademie für Alte Musik in Berlin, Jonas Zschenderlein an der Violine, Christian Gooses an der Viola, Werner Matzke am Violoncello und Christine Schornsheim am Cembalo. Auf ihren Instrumenten ließen sie die Töne gackern, grunzen und schnattern, sei es durch die Pferdehaare der Bögen oder die Federkiele, die die Cembalosaiten zum Klingen brachten.
""Die Vogelhochzeit" - Uccellini am Bach" im Überblick
"Die Vogelhochzeit" - Uccellini am Bach
von Bach, Uccellini, Schmelzer, Buonamente, Biber
Mit Mayumi Hirasaki, Jonas Zschenderlein, Anna Brandis, Violine; Christian Gooses, Viola; Werner Matzke, Violincello; Christine Schornsheim, Cembalo
Rahmen der Reihe "Musica Antiqua" im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg
21. Januar 2026
| Sendezeit | Di, 03.02.2026 | 20:03 - 22:00 Uhr |
| Sendung | BR-KLASSIK "Konzert" |