Am 19. Februar wird der ungarische Komponist György Kurtág 100 Jahre alt. In der Diskothek heute reden wir über eins seiner wichtigsten Werke: Játékok (ungarisch für «Spiele»). Das ist kein einzelnes Werk, sondern ein grosser Zyklus von Klavierstückchen.
Vor über 50 Jahren begann Kurtág, pädagogische Miniaturen für den Klavierunterricht zu komponieren – es wurde zu einem Lebensprojekt: der Zyklus ist auf viele Hundert Stücke angewachsen, und er ist ein Archiv von Miniaturen, Studien, Skizzen, musikalischen Gedanken.
Das Klavierduo Soós/Haag (Adrienne Soós und Ivo Haag) diskutieren Aufnahmen von einigen dieser Játékok für zweihändiges und vierhändiges Klavier.
Klassische MusikTalk
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In der «Diskothek» reden wir über Musik und ihre Interpretationen. Zwei versierte Gäste mit guten Ohren vergleichen im Blindtest verschiedene Aufnahmen eines Werks und exponieren sich mit ihren Urteilen. In mehreren Hörrunden wird die Auswahl immer kleiner, bis die «beste» Aufnahme übrigbleibt – Spiel und Hörschulung zugleich. Die Werke stammen aus allen Epochen der klassischen Musik, vom Mittelalter bis zur Gegenwart.
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14 Folgen
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Folge vom 16.02.2026György Kurtág: Játékok. Spiele für Klavier
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Folge vom 09.02.2026Franz Schubert: Streichquintett C-Dur op. posth. 163 D 956Spätwerk mit 31 Jahren: Wenige Monate vor seinem Tod komponierte Franz Schubert eines seiner bedeutendsten Kammermusikwerke, sein Streichquintett in C-Dur. Obwohl Schubert damals schon sehr krank war, dazu arm und unbekannt, schuf er ein Werk von entrückter Klangschönheit. Schubert war damals noch immer tief betroffen vom Tod seines Vorbilds Beethoven. Und doch ging er in seinem Streichquintett weit über die Musik seines Meisters hinaus: Innerhalb der sinfonischen Form konnte er die Melodien so weit aufspannen, dass man beim Hören jedes Zeitgefühl verlieren kann. Jenny Berg diskutiert fünf Aufnahmen dieses Meisterwerks, gemeinsam mit der Musikjournalistin Julia Kaiser und dem Geiger Markus Fleck.
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Folge vom 02.02.2026Robert Schumann: Kinderszenen. Leichte Stücke für Klavier op. 15Robert Schumanns Kinderszenen op. 15 (1838) gehören zu den poetischsten Klavierzyklen der Romantik. Trotz ihres Titels sind sie nicht primär als Musik für Kinder gedacht, sondern als Musik über Kindheit. Schumann selbst sprach von «Rückspiegelungen eines Älteren für Ältere». Im Zentrum steht also Erinnerung: eine idealisierte, innere Vorstellung von Kindheit. Der Zyklus umfasst 13 Miniaturen, jede mit einem poetischen Titel wie Von fremden Ländern und Menschen, Hasche-Mann oder Träumerei. Die Musik entstand zuerst, die Überschriften wurden später ergänzt und sind daher eher assoziativ als streng programmatisch. Schumann wählt eine bewusste Einfachheit: klare Melodien und überschaubare Formen. Die eigentliche Herausforderung liegt nicht in der technischen Virtuosität, sondern im Ausdruck – in feiner Dynamik, nuancierter Artikulation und lyrischem Klang. Besonders die berühmte Träumerei wurde zum Sinnbild sanfter Melancholie: nicht sentimental, sondern «innig». In der Diskothek werden sechs Interpretationen von Schumanns Kinderszenen verglichen. Wie unterschiedlich kann diese scheinbar einfache Musik klingen? Und wie viele Freiheiten darf sich eine Interpretin oder ein Interpret nehmen, ohne den Charakter dieser Miniaturen zu verlieren? Gäste von Eva Oertle sind die Musikwissenschaftlerin Cristina Urchueguía und der Pianist Manuel Bärtsch.
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Folge vom 26.01.2026Revue JanuarJeweils in der letzten Diskothek-Ausgabe des Monats stellen wir die Gewinnerinnen und Gewinner der vorangegangenen Sendungen vor. Die in der Diskothek prämierten Interpret:innen und Ensembles treten hier auch mit anderem Repertoire oder in anderer Besetzung auf. In diesem Monat: - Antonín Dvořák: Streichquartett F-Dur op. 96 «Amerikanisches» - Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 9 D-Dur - Vincenzo Bellini: I Puritani. Oper