Es ist so eine Sache mit der Sinfonie Nr. 2 von Ludwig van Beethoven: Man kennt sie – aber eben doch nicht so gut. Sie steht nämlich im Schatten der Ersten und vor allem der Dritten, heroischen. Natürlich zu Unrecht.
Schon nur die Umstände dieses Werkes sind spannend: 1802 vollendete Beethoven sie, da war er etwas über 30 und das war genau der Zeitpunkt, an dem er realisierte, dass seine Ohren langsam aber sicher taub wurden. Grosse Verzweiflung also – aber auch kämpferische Hoffnung: «Ich will dem Schicksal in den Rachen greifen, ganz niederbeugen soll es mich gewiss nicht.» So schrieb er damals in einem Brief.
In der Diskothek, die diesmal in Bern mit Pbulikum stattfindet, vergleichen wir mehrere Aufnahmen dieses Werkes. Gäste von Annelis Berger: Die Dirigentin Johanna Malangré und der Musikjournalist Christian Wildhagen.
Klassische MusikTalk
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In der «Diskothek» reden wir über Musik und ihre Interpretationen. Zwei versierte Gäste mit guten Ohren vergleichen im Blindtest verschiedene Aufnahmen eines Werks und exponieren sich mit ihren Urteilen. In mehreren Hörrunden wird die Auswahl immer kleiner, bis die «beste» Aufnahme übrigbleibt – Spiel und Hörschulung zugleich. Die Werke stammen aus allen Epochen der klassischen Musik, vom Mittelalter bis zur Gegenwart.
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Folge vom 02.03.2026Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36
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Folge vom 23.02.2026Diskothek-Revue FebruarJeweils in der letzten Diskothek-Ausgabe des Monats stellen wir die Gewinnerinnen und Gewinner der vorangegangenen Sendungen vor. Die in der Diskothek prämierten Interpret:innen und Ensembles treten hier auch mit anderem Repertoire oder in anderer Besetzung auf. In diesem Monat: - Robert Schumann: Kinderszenen. Leichte Stücke für Klavier op. 15 - Franz Schubert: Streichquintett C-Dur op. posth. 163 D 956 - György Kurtág: Játékok - zum 100. Geburtstag
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Folge vom 16.02.2026György Kurtág: Játékok. Spiele für KlavierAm 19. Februar wird der ungarische Komponist György Kurtág 100 Jahre alt. In der Diskothek heute reden wir über eins seiner wichtigsten Werke: Játékok (ungarisch für «Spiele»). Das ist kein einzelnes Werk, sondern ein grosser Zyklus von Klavierstückchen. Vor über 50 Jahren begann Kurtág, pädagogische Miniaturen für den Klavierunterricht zu komponieren – es wurde zu einem Lebensprojekt: der Zyklus ist auf viele Hundert Stücke angewachsen, und er ist ein Archiv von Miniaturen, Studien, Skizzen, musikalischen Gedanken. Das Klavierduo Soós/Haag (Adrienne Soós und Ivo Haag) diskutieren Aufnahmen von einigen dieser Játékok für zweihändiges und vierhändiges Klavier.
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Folge vom 09.02.2026Franz Schubert: Streichquintett C-Dur op. posth. 163 D 956Spätwerk mit 31 Jahren: Wenige Monate vor seinem Tod komponierte Franz Schubert eines seiner bedeutendsten Kammermusikwerke, sein Streichquintett in C-Dur. Obwohl Schubert damals schon sehr krank war, dazu arm und unbekannt, schuf er ein Werk von entrückter Klangschönheit. Schubert war damals noch immer tief betroffen vom Tod seines Vorbilds Beethoven. Und doch ging er in seinem Streichquintett weit über die Musik seines Meisters hinaus: Innerhalb der sinfonischen Form konnte er die Melodien so weit aufspannen, dass man beim Hören jedes Zeitgefühl verlieren kann. Jenny Berg diskutiert fünf Aufnahmen dieses Meisterwerks, gemeinsam mit der Musikjournalistin Julia Kaiser und dem Geiger Markus Fleck.