
Klassische Musik
"Dybbuk" von Leonard Bernstein
Geheimnisvolle Ballettklänge schildern eine alles überwindende Leidenschaft und eine jenseitige Hingabe.
In der jüdischen Mythologie ist ein Dybbuk ein umherirrendes Wesen, das sich eines Lebenden bemächtigt und ihn steuert. Der Schriftsteller S. Ansky, der im heutigen Belarus zur Welt kam, brachte diese Idee in ein mitreißendes Bühnenwerk ein. Es thematisiert ein Liebespaar, einen gebrochenen Eid und düstere Magie. Der junge Liebhaber verwandelt sich in einen Dybbuk und ergreift den Körper der Frau, die er liebt.
Der Komponist Leonard Bernstein und der Choreograf Jerome Robbins ließen sich von Anskys Werk inspirieren und kreierten 1974 das Stück "Dybbuk" für das New York City Ballet. Bernsteins Komposition, die einen dunklen, dämonischen und intensiven Klang besitzt, ist durchwoben mit Melodien osteuropäischer Traditionen und der Symbolik des jüdischen Zahlenkults. In einem Konzert des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin bringt Maestro Kent Nagano diese Geistergeschichte näher, indem er sowohl mit musikalischen als auch mit sprachlichen Mitteln seine Interpretation teilt.
""Dybbuk" von Leonard Bernstein" im Überblick
"Dybbuk" von Leonard Bernstein
von Bernstein
| Sendezeit | Mi, 10.06.2026 | 22:05 - 22:50 Uhr |
| Sendung | Deutschlandfunk "Spielweisen" |