
Klassische Musik
Festival "Ultraschall" - Metamorphosen, Entwicklungen
Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin ist ein wesentlicher Teil des Ultraschall-Festivals durch seine berühmte Serie "Musik der Gegenwart". Bei der Eröffnung des Festivals am 14. Januar präsentierte das Orchester ein Stück, das bereits ein halbes Jahrhundert alt ist.
Der Komponist Hermann Keller (1945-2018) hatte 1976 die "Verwandlungen" komponiert, das Originalmanuskript ging jedoch verloren, und das Werk wurde nie aufgeführt. Eine archivierte Kopie wurde zufällig in der Komischen Oper entdeckt und von Hovik Sardaryan überarbeitet, wodurch diese frühe und zuvor unbekannte Orchestermusik Kellers nun zu Gehör gebracht werden konnte.
Die 1977 in Izmir geborene Komponistin Zeynep Gedizlioðlu hingegen sieht, dass ihre Kunstwerke auf eine andere Weise von der Zeit geprägt sind. Sie begreift ihre musikalischen Kreationen als etwas Persönliches, das sich ständig weiterentwickelt. Ihr Werk "Lauf" illustriert beispielsweise einen mühevollen Fortschritt. Durch die gemeinsamen Anstrengungen mit dem Orchester verwandelt sich das individuelle "Ich" in ein kollektives "Wir", ein unaufhaltsamer Drang, der selbst am Schluss des Konzerts nicht zum Stillstand kommt.
"Festival "Ultraschall" - Metamorphosen, Entwicklungen" im Überblick
Festival "Ultraschall" - Metamorphosen, Entwicklungen
von Keller, Gedizlioðlu
Mit Leitung: Marc Albrecht / Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Berliner Haus des Rundfunks
14.1.2026
| Sendezeit | Mi, 18.02.2026 | 22:05 - 22:50 Uhr |
| Sendung | Deutschlandfunk "Spielweisen" |