Kammermusikfest Spannungen 2025, mit Schostakowitsch, Mozart, Debussy und Vierne
Kammermusikfest Spannungen 2025, mit Schostakowitsch, Mozart, Debussy und Vierne © cyano66 / iStock.com

Klassik-Konzerte & Oper

Kammermusikfest Spannungen 2025

Mit kraftvollen Klängen, sehnsuchtsvollem jüdischem Gesang und einem sarkastischen Walzer ehrte Schostakowitsch in seinem achten Streichquartett die Leidtragenden von Kriegen und Gewaltherrschaft.

Dmitri Schostakowitsch war gesundheitlich angeschlagen, als er sein Quartett in c-Moll schuf – es gleicht einem Requiem für ihn selbst. Beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs geriet Claude Debussy in eine Depression. Seine Berceuse héroique, ein ergreifendes Schlaflied für Klavier, drückt mit langsamen, tiefen Schritten und militärischen Fanfaren sowohl Machtlosigkeit als auch Schrecken aus. Besonders emotional ist das komplexe Klavierquintett op. 42 von Louise Vierne, das er 1917 als Hommage an seinen Sohn schrieb, der im Ersten Weltkrieg fiel. Eingebettet darin: das reine, unverfälschte Schöne im Quintett für vier Blasinstrumente und Klavier von Wolfgang Amadeus Mozart.

"Kammermusikfest Spannungen 2025" im Überblick

Kammermusikfest Spannungen 2025

von Schostakowitsch, Mozart, Debussy, Vierne

Mit Zoltán Fejérvári, Klavier; Marie Tetzlaff, Oboe; Sharon Kam, Klarinette

Kraftwerk in Heimbach

19.6.2025

Sendezeit So, 14.12.2025 | 21:05 - 23:00 Uhr
Sendung Deutschlandfunk "Konzertdokument der Woche"
Radiosendung