
Klassische Musik
Konzert des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks
Der Isenheimer Altar, ein Meisterwerk von Matthias Grünewald, dient heutzutage in Colmar als Präsentationsobjekt und inspirierte Paul Hindemith zu den drei Sätzen seiner Sinfonie "Mathis der Maler". In diesem Werk erreicht Hindemiths individuelle musikalische Ausdrucksweise einen vorläufigen Höhepunkt - sie ist sowohl modern durch die Weiterentwicklung traditioneller Harmonielehren als auch sofort nachvollziehbar.
Im starken Kontrast zu Hindemiths kraftvoll-realistischem Sinfoniewerk steht das erste Violinkonzert von Sergej Prokofjew. Zu Beginn schwingt die Geige fast schwerelos in höhere Sphären und entfaltet sich anschließend in einem rhythmischen Tanz, der sich abwechselnd sanft und kraftvoll durch die Partitur schlängelt. Der charakteristische Humor Prokofjews sowie ein hintergründiges Lächeln sind fast ständig spürbar. Der Solist, Radoslaw Szulc, ist seit 1998 der Erste Konzertmeister des BRSO.
Kurt Weills zweite Sinfonie, die im Jahr 1934 uraufgeführt wurde, also im selben Jahr wie Hindemiths "Mathis der Maler", schlägt wieder ganz andere Töne an: eine Rückkehr zu klassischen Formen, gepaart mit kräftigen Rhythmen und dramatischen Stimmungsschwankungen. Besonders im letzten Satz ist Weills bekannte Theatermusik noch hörbar. In Konzertzusammenhängen trifft man Weill als Schöpfer reiner Instrumentalmusik relativ selten an. An diesem besonderen und interessanten Konzertabend steht Joana Mallwitz als Dirigentin vor dem BRSO.
"Konzert des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks" im Überblick
Konzert des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks
von Hindemith, Prokofjew, Weill
Mit Leitung: Joana Mallwitz / Radoslaw Szulc; Violine
Herkulessaal der Münchner Residenz
17.04.2026
| Sendezeit | Fr, 17.04.2026 | 20:03 - 22:00 Uhr Da die Sendung live übertragen wird, können sich Anfang/Ende der Sendung verschieben! |
| Sendung | BR-KLASSIK "Konzert" |