
Hörspiel
Lélé von Sathyan Ramesh
Ein Herr verfasst ein Schreiben des Danks. Eine Dame legt ihre Antwort nach. So beginnt die Geschichte. "Lélé" ist der erfundene Briefverkehr zwischen zwei Personen, die kaum unterschiedlicher sein könnten in ihrem Dasein und Lebensstil. Ein älterer Witwer äußert seinen Dank für das Ergebnis einer Online-Bestellung – ein nach Maß gefertigtes Hundehalsband, das den Namen "Oskarla" trägt. Unerwarteterweise antwortet jene, die für diese Anfertigung verantwortlich ist – eine inhaftierte Frau in einer Justizvollzugsanstalt. Das Hundehalsband ist Teil des Produktsortiments der Internetplattform "Mit Haftung".
Aus dem formellen Austausch entwickelt sich bald mehr, nämlich die Korrespondenz zweier eigenständiger Individuen, die zwar nicht explizit ihre jeweilige Isolation oder ihre Einsamkeit ansprechen, diese jedoch stets unterschwellig mitschwingen lassen. Beide haben einander einiges zu geben, solange, bis es nichts mehr zu verlieren gibt.
"Lélé" wurde speziell für die Theater- und Filmgrößen Matthias Habich und Julia Jäger kreiert. Beide haben bereits mehrfach bedeutende Leistungen vollbracht, in Werken wie Fritz Umgelters "Die merkwürdige Lebensgeschichte des Friedrich Freiherr von der Trenck" oder Detlev Bucks "Karniggels", auf Bühnen von Wien bis Leipzig, mit Auszeichnungen für "Nirgendwo in Afrika" und "Spielzeugland" und einmal sogar gemeinsam in der TV-Saga "Klemperer – Ein Leben in Deutschland".
Zum Autor
Der 1968 in Westberlin geborene Sathyan Ramesh ist in Köln aufgewachsen. Er begann seine berufliche Laufbahn als freier Journalist und Lektor. Seit 1996 nicht nur als Drehbuchautor bekannt für Werke wie "Tatort" und "Türkisch für Anfänger", sondern auch als Regisseur erfolgreich tätig.
"Lélé von Sathyan Ramesh" im Überblick
Lélé von Sathyan Ramesh
von Sathyan Ramesh
Mit Matthias Habich und Julia Jäger
Sendezeit | So, 30.03.2025 | 14:00 - 15:05 Uhr |
Sendung | hr2-kultur "Hörspiel" |