
Klassische Musik
Sächsische Staatskapelle Dresden
Gustav Mahler betrachtete seine "Kindertotenlieder" als ein zusammenhängendes Werk, das durchgehend aus einem Guss entstand: Eine Komposition von tief bewegender Zärtlichkeit, die den Schmerz nicht verherrlicht, sondern ihn in zarten Trostbildern einbettet. Der Zyklus, der zwischen 1901 und 1904 geschaffen wurde, beschäftigt sich mit einem Thema, das ihn später persönlich auf tragische Weise heimsuchen sollte.
In seiner Siebten Sinfonie hingegen schlägt der Musiker einen anderen Weg ein: geheimnisvoll, gebrochen und oft unheimlich im Ausdruck. Zwei Nachtstücke umrahmen ein gespenstisches Scherzo, das zwischen dunklen Schatten und grotesken Fratzen schwankt. Doch dann findet ein unerwarteter Wechsel statt: Das Schlussstück überrascht durch seine leuchtende Helligkeit, fast als käme es aus einer anderen Dimension – feierlich und dennoch mehrdeutig.
"Sächsische Staatskapelle Dresden" im Überblick
Sächsische Staatskapelle Dresden
von Mahler
Mit Leitung: Daniele Gatti / Michèle Losier, Mezzosopran
Semperoper, Dresden
1. März 2026
| Sendezeit | Mi, 06.05.2026 | 20:03 - 22:00 Uhr |
| Sendung | BR-KLASSIK "Konzert" |