
Klassische Musik
Sibylle Mahni und Hansjacob Staemmler
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erlebte das Horn durch Paul Hindemith und Jane Vignery eine Wiederentdeckung in der Kammermusik. Diese Werke sind kostbare Seltenheiten für kleinere Ensembles.
In den Epochen der Klassik und Romantik galt der Hornklang als Symbol für Natur, Idylle und Jagdszenen. Daher komponierten viele Musiker Stücke hauptsächlich für Horn mit Orchesterbegleitung. Innerhalb der Kammermusik war das Horn hingegen seltener vertreten. Erst nach dem Ersten Weltkrieg fand es erneut Beachtung in diesem Genre. Paul Hindemith begann 1935, verschiedene Sonaten für Soloinstrumente mit Klavier zu komponieren, und schloss das Horn ebenfalls ein. Die zweite Sonate für Horn entstand 1940 in den USA, wohin Hindemith vor den Nationalsozialisten geflohen war.
Die talentierte junge Komponistin Jane Vignery schuf im von der deutschen Wehrmacht besetzten Belgien 1942 ihre Hornsonate op. 7. Dieses Werk gehört zu den wenigen, die nicht in Vergessenheit geraten sind und auch heute noch aufgeführt werden. Sibylle Mahni, Hornistin, und der Pianist Hansjacob Staemmler haben im Kammermusiksaal des Deutschlandfunks die beiden Hindemith-Sonaten sowie Vignerys Werk aufgenommen.
"Sibylle Mahni und Hansjacob Staemmler" im Überblick
Sibylle Mahni und Hansjacob Staemmler
von Vignery, Hindemith
Mit Sibylle Mahni, Horn; Hansjacob Staemmler, Klavier
Deutschlandfunk Kammermusiksaal
April 2024
| Sendezeit | Mo, 30.03.2026 | 21:05 - 22:50 Uhr |
| Sendung | Deutschlandfunk "Musik-Panorama" |