
JazzMusiker-Porträt
Wolf Biermanns wildes Bündnis mit dem Jazz
Wie die unkonventionellen Melodien und kreativen Klänge in der ehemaligen DDR zueinanderfanden.
Das Ziel von Wolf Biermann und auch den Jazzmusikern in der DDR war es, die engen Grenzen zu durchbrechen. Bereits in jungen Jahren galt der Liedermacher Wolf Biermann als einer der bekannten Künstler in Kombinationen aus Jazz und Dichtung. Nach dem Auftrittsverbot 1965 konnte er nur noch heimlich mit Jazzmusikern zusammenarbeiten. So spielte der Perkussionist Günter Baby Sommer in Biermanns Wohnung auf einer Blechdose. Tonaufnahmen mit der Gruppe des Trompeters Klaus Lenz wurden in dessen Schrebergarten in Ost-Berlin erstellt. Unter neuen Bedingungen kam es ab 2014 zu gemeinsamen Konzerten von Biermann und dem Zentralquartett, der seit den frühen 1970er Jahren bedeutsamsten und innovativsten Jazzformation der DDR. Für Biermann war dies eine "amüsante kleine Feier der Freiheit". Auch bei den Veranstaltungen zu Biermanns 90. Geburtstag im November 2026 werden ihm nahestehende Jazzmusiker auftreten.
Wolf Biermanns wildes Bündnis mit dem Jazz im Überblick
| Sendezeit | Do, 12.11.2026 | 21:05 - 22:00 Uhr |
| Sendung | Deutschlandfunk "JazzFacts" |