
FeatureKultur & Gesellschaft
50 Jahre Frauenhäuser – Noch immer unverzichtbar
Unterkünfte für Frauen bieten einen sicheren Zufluchtsort vor häuslicher Gewalt. Vor einem halben Jahrhundert setzten Verfechterinnen der Frauenrechte durch die Gründung dieser Einrichtungen ein starkes politisches Signal. Der Bedarf an diesen Unterkünften ist heute genauso hoch wie damals.
In den späten 1970er Jahren existierten nur wenige dieser Einrichtungen in den größeren Städten Westdeutschlands. Heutzutage sind über vierhundert dieser Schutzräume über das gesamte Land verteilt. Zu Beginn betrachteten Frauenrechtlerinnen die Schutzhäuser auch als symbolischen Protest gegen die Gewalt von Männern. Welche Ideen und Ziele trieben die ersten Begründerinnen an? Wie gestaltete sich die Lage in den neuen Bundesländern kurz nach der Wiedervereinigung? Und auf welche Weise passen sich die Häuser an gesellschaftliche Veränderungen an? Heute sind sie eine unverzichtbare Einrichtung geworden, obwohl es nach wie vor an ausreichend Kapazitäten fehlt. Jedes Jahr suchen Tausende Frauen, oft in Begleitung ihrer Kinder, Schutz in diesen Einrichtungen. Dort haben sie die Möglichkeit, zu sich zu finden, neue Perspektiven zu entwickeln und ein gewaltfreies Leben aufzubauen. Dieser Grundgedanke ist seit der Eröffnung der ersten Einrichtungen unverändert geblieben, während sich jedoch die sozialen und politischen Rahmenbedingungen verändert haben.
"50 Jahre Frauenhäuser – Noch immer unverzichtbar" im Überblick
50 Jahre Frauenhäuser – Noch immer unverzichtbar
von Christiane Seiler
| Sendezeit | Mi, 21.10.2026 | 19:30 - 20:00 Uhr |
| Sendung | Deutschlandfunk Kultur "Zeitfragen Feature - Kultur und Geschichte" |