Die ungeraden Taktarten im Jazz
Die ungeraden Taktarten im Jazz © Corinna Dumat / pixelio.de

JazzMusiker-Porträt

Auf der schiefen Bahn – Ungerade Taktarten im Jazz

Über Jahre hinweg galt der 4/4-Takt als unangefochtenes Maß im musikalischen Bereich. Heutzutage haben die sogenannten "ungeraden Metren" im Jazz an Bedeutung gewonnen und swingen ganz unverkrampft. Angefangen mit den ersten "Jazz-Walzern" der 1930er Jahre, über die Experimente von Stan Kenton und Dave Brubeck in den 1950ern bis zu den komplexen Metren von Don Ellis aus den 1960er Jahren, sind diese unregelmäßigen Taktarten inzwischen etabliert. Sie beziehen ihre Inspiration aus den unterschiedlichsten kulturellen Quellen: Flamenco aus Andalusien, Balkanklänge, orientalische und indische Rhythmen. Heute bringen Jazzgruppen komplexe kubanische Montunos im 7/4-Takt auf die Bühne oder feiern im 15/8 ausgiebige Rockrhythmen. Unkonventionelle Werke wie "Take Five" und "Mission Impossible" erreichten sogar globalen Erfolg.

Auf der schiefen Bahn – Ungerade Taktarten im Jazz im Überblick

Sendezeit Mo, 29.06.2026 | 22:03 - 23:00 Uhr
Sendung BR-KLASSIK "Jazz - Spotlight"
Radiosendung