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Autoindustrie: Warum deutsche Firmen die Produktion nach Serbien verlagern
Serbien hat sich zu einem bedeutsamen Fertigungsstandort für die deutsche Automobilindustrie entwickelt. In den letzten Jahren haben Zulieferbetriebe tausende Arbeitsplätze in Deutschland abgebaut und ihre Fertigung in den Balkan verlagert, da hier die Gehälter niedriger sind und Umweltvorschriften weniger strikt gehandhabt werden. Heute stellen in Serbien zigtausende Angestellte Teile für deutsche Automobilhersteller her. Ist das eine Win-Win-Situation? Die deutschen Zulieferer verringern ihre Produktionsausgaben, und Serbien profitiert von den Arbeitsplätzen sowie der ökonomischen Stabilität durch die deutschen Investitionen.
Allerdings gibt es auch negative Aspekte: Viele Beschäftigte in den serbischen Zulieferfirmen arbeiten unter oft unsicheren Bedingungen, und Gewerkschaften kritisieren, dass selbst die niedrigen Standards des Landes häufig nicht eingehalten werden. Vor allem Frauen sind an den Fließbändern tätig und sehen sich gesundheitlichen Belastungen ausgesetzt, wobei sie kaum Chancen haben, ihre Rechte einzufordern.
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Autoindustrie: Warum deutsche Firmen die Produktion nach Serbien verlagern
von Lucia Steinwender
| Sendezeit | Di, 20.10.2026 | 19:30 - 20:00 Uhr |
| Sendung | Deutschlandfunk Kultur "Zeitfragen Feature - Wirtschaft und Umwelt" |