
JazzMusiker-Porträt
Das Danaergeschenk des Jazz – Swingende Nazi-Propaganda
Im Jahr 1940 wurde vom NS-Regime zur Verbreitung ihrer Propaganda eine Band ins Leben gerufen, die den US-Swing nutzte. Diese Gruppe, Charlie and His Orchestra genannt, bestand aus Menschen, die verfolgt und unterdrückt wurden und als "entartet" abgestempelte feindliche Musik spielten. Während die deutsche Bevölkerung diese Musik begehrte, aber nicht hören durfte, wurden den Alliierten über UKW-Übertragungen diese von einer deutschen Bigband interpretierten amerikanischen Jazzstücke mit propagandistisch angepassten Texten zugänglich gemacht.
Rainer E. Lotz hat diese skurrile Geschichte detailliert untersucht und eine umfangreiche Sammlung mit 162 Jazz-Propaganda-Stücken veröffentlicht, die in den Jahren zwischen 1936 und 1943 aufgenommen wurden.
Das Danaergeschenk des Jazz – Swingende Nazi-Propaganda im Überblick
| Sendezeit | Mo, 02.11.2026 | 22:03 - 23:00 Uhr |
| Sendung | BR-KLASSIK "Jazz - Spotlight" |