
Konzert
Dee Dee Bridgewater auf den Spuren von Max Roach und Abbey Lincoln
Im Jahr 1950 erblickte in Memphis, Tennessee, Dee Dee Bridgewater das Licht der Welt. Während ihrer beeindruckenden Karriere hat sie fast alle bedeutenden afroamerikanischen Musikrichtungen der USA beeinflusst: Von R&B über Soul, Funk bis hin zu Disco - vor allem jedoch prägte sie den Jazz entscheidend mit. Sie wurde nicht nur für ihre Auftritte in Musicals gefeiert, sondern auch für ihre Zusammenarbeit mit Größen des Jazz, darunter Max Roach, Sonny Rollins, Dexter Gordon und Dizzy Gillespie. Ob in der Thad Jones/Mel Lewis Big Band oder als Solokünstlerin - ihre vielen Eigenproduktionen kamen gut an. Bridgewater zählt sich selbst zu den herausragenden afroamerikanischen Sängerinnen der USA, hebt aber dennoch immer die Pionierinnen hervor, die ihr den Weg geebnet haben: Billie Holiday, Ella Fitzgerald, Abbey Lincoln und Nina Simone.
Lange Jahre moderierte sie die Radiosendung "JazzSet with Dee Dee Bridgewater". Sie leitet ihr eigenes Plattenlabel, produziert ihre Musik selbst und tourt international sowohl mit ihrer Dee Dee Bridgewater Big Band, als auch im Duo mit dem Pianisten Bill Charlap und mit ihrem Quartett. Das Quartett trägt den Namen "We Exist!", eine bewusste Anspielung auf das legendäre Album "We Insist!" von Max Roach aus dem Jahr 1961. Dieses Werk, gemeinsam mit Sängerin Abbey Lincoln entstanden, war ein bedeutendes politisches Statement für die Rechte Schwarzer Menschen in den USA. Bei Bridgewater steht "We Exist!" für feministische Anliegen, was sich auch in der Besetzung zeigt: die Amerikanerin Carmen Staaf am Klavier, die Italienerin Rosa Brunello am Bass und die Französin Julie Saury am Schlagzeug.
Dee Dee Bridgewater auf den Spuren von Max Roach und Abbey Lincoln im Überblick
Dee Dee Bridgewater auf den Spuren von Max Roach und Abbey Lincoln
Novi Sad Jazz Festival
12. Oktober 2025
| Sendezeit | Fr, 24.07.2026 | 14:05 - 15:30 Uhr |
| Sendung | Ö1 "In Concert" |