
Wissenschaft & Technik
Der Hype um AGI
Wenn der CEO von OpenAI, Sam Altman, in Gesprächen auf die sogenannte AGI, also die "Allgemeine Künstliche Intelligenz", zu sprechen kommt, wirkt es oftmals so, als würde er ein deutlich definiertes Ziel beschreiben: Die Erschaffung einer Künstlichen Intelligenz, die über umfassende menschliche Fähigkeiten verfügt. In Wahrheit stellt AGI jedoch eher eine Art Projektionsfläche dar, denn es handelt sich weniger um einen klaren technischen Ausdruck. Diese äußerst intelligente KI dient je nach Zielgruppe als Versprechen für die Zukunft, als Erzählung für Investoren, als politisches Argumentationsmittel oder als mahnendes Signal.
Die Philosophin Anna-Verena Nosthoff befasst sich mit der ideengeschichtlichen Einordnung dieser Uneindeutigkeit. Sie forscht in den Bereichen Kybernetik, digitaler Governance und den philosophischen Bewegungen des Silicon Valley. Innerhalb dieses Rahmens wird AGI nicht ausschließlich als technischer Fortschritt betrachtet, sondern vielmehr als gesellschaftliches Idealbild, beeinflusst von Gedankengängen wie dem effektiven Altruismus, dem Longtermismus oder Visionen einer lenkbaren Zukunft, wie Sarah Kriesche in einem Artikel für matrix anmerkt.
Der Hype um AGI im Überblick
| Sendezeit | Fr, 15.05.2026 | 19:05 - 19:30 Uhr |
| Sendung | Ö1 "matrix - computer & neue medien" |