"Carol" von Patricia Highsmith erschien 1952 unter Pseudonym und dem Titel "The Price of Salt". Der Roman erzählt die Geschichte der 19-jährigen Therese, die sich Hals über Kopf in Carol, eine verheiratete Frau Anfang Dreißig, verliebt. Entgegen aller gesellschaftlicher Tabus im New York der 50er Jahre, entwickelt sich eine subtile, aber leidenschaftliche Liebe zwischen den beiden. Gleichzeitig kämpft Carol in einem Scheidungskrieg um das Sorgerecht für ihre Tochter, das aufgrund ihrer Beziehung zu Therese ins Wanken gerät. Ihre Liebe, so das Buch, hat also seinen Preis. Unsere aktuelle Folge handelt von einem Roman, der als einer der ersten in der US-amerikanischen Literatur das damalige Tabu von lesbischer Liebe brach. Gleichzeitig sprechen wir auch über die problematischen und umstrittenen Seiten der Autorin und stellen uns die Frage: Müssen wir "Carol" eigentlich noch lesen?
Kultur & Gesellschaft
Die Buch. Der feministische Buchpodcast Folgen
Julia Ritter spricht über Bücher von Frauen aus feministischen Perspektive.
Folgen von Die Buch. Der feministische Buchpodcast
163 Folgen
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Folge vom 19.01.202242 Wenn Frauen Frauen lieben - "Carol" von Patricia Highsmith
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Folge vom 05.01.202241 Warum wir das Wort "Liebe" abschaffen sollten - "Radikale Zärtlichkeit" von Şeyda KurtIn ihrem Buch “Radikale Zärtlichkeit - warum Liebe politisch ist” (Harper Collins 2021) schlüsselt Şeyda Kurt auf, wie Unterdrückungsverhältnisse Beziehungen prägen, wie Beziehungen politische Praxis im Kleinen sind und dass wir gerade deswegen sehr genau drauf achten sollten, welche Dynamiken zwischen unseren Mitmenschen wirksam werden.
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Folge vom 22.12.202140 Feministische Dystopien (Teil 2) - "Die Gabe" von Naomi AldermanIn Naomi Aldermans „Die Gabe“ (engl. The Power, 2016) entdecken Frauen plötzlich die Fähigkeit, Elektroschocks durch ihre Hände abzugeben. Die bestehenden Geschlechterverhältnisse werden dadurch völlig auf den Kopf gestellt. Überall auf der Welt kommt es zu Revolutionen, Frauen bekommen die Oberhand in Staat und Religion. Doch ist Naomi Aldermans “schöne neue Welt” wirklich die Veränderung, die wir uns gewünscht haben? Ist eine reine Umkehrung des Patriarchats wirklich die Lösung? Im zweiten Teil von unserer Extended!-Folge zu feministischen Dystopien besprechen wir Aldermans Meisterwerk in all seinen Details und fragen uns, welche Utopien jenseits von Patriarchat und Matriarchat möglich sind.
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Folge vom 08.12.202139 Feministische Dystopien (Teil 1) - "Der Report der Magd" von Margaret AtwoodIm ersten Teil unserer Podcast-Reihe zu feministischen Dystopien sprechen wir über die "Mutter" dieses Genres. Margaret Atwoods Buch erlebt, obwohl schon 1985 erschienen, spätestens seit der gleichnamigen Serien-Verfilmung im Jahr 2017 eine Renaissance. Auch die Trump-Präsidentschaft in den USA, in der die hart erkämpfte Gleichstellung zwischen Männern und Frauen zu erodieren scheint, macht das Buch plötzlich wieder aktuell.