Die Geschlechtkrankeiten werden heute schneller erkannt
Die Geschlechtkrankeiten werden heute schneller erkannt © Dany Sabadini / freeimages.com

FeatureWissenschaft & Technik

Die neue Wirklichkeit der Geschlechtskrankheiten

Der Einfluss von Dating-Plattformen, sexueller Ungebundenheit und den heutigen Methoden der Aids-Prophylaxe führt zu einem Wandel in unserem Sexualverhalten: Seit geraumer Zeit verzeichnen Geschlechtskrankheiten eine Zunahme. Dies ist jedoch nicht ausschließlich negativ zu bewerten.

"Tina, was kostet der Pariser?" – diese berühmte Werbung der 1990er-Jahre war eine der erfolgreichsten Safer-Sex-Initiativen. Die Zeiten sind jedoch im Fluss: Heutzutage bieten auch Arzneimittel effektiven Schutz gegen HIV. Zudem unterziehen sich inzwischen so viele Menschen wie nie zuvor routinemäßig Untersuchungen auf sexuell übertragbare Infektionen. Dies führt dazu, dass Krankheiten wie Syphilis, Gonorrhö oder Chlamydien vermehrt diagnostiziert werden. Obwohl diese Erkrankungen seit langem als gut behandelbar gelten, äußern Wissenschaftler ihre Besorgnis: Die Menge an resistenten Keimen nimmt zu. Daher wächst die Befürchtung, dass traditionelle Krankheiten in Zukunft möglicherweise schwerer therapierbar sind, selbst im Spannungsfeld zwischen Vergnügen und Information.

"Die neue Wirklichkeit der Geschlechtskrankheiten" im Überblick

Die neue Wirklichkeit der Geschlechtskrankheiten

von Marius Penzel

Sendezeit Do, 03.09.2026 | 19:30 - 20:00 Uhr
Sendung Deutschlandfunk Kultur "Zeitfragen Feature - Forschung und Gesellschaft"
Radiosendung