
Wissenschaft & Technik
Dreckige Geschäfte - Die Türkei: Europas Mülldeponie
Nachdem China und Indien, ehemals bedeutende Importeure von europäischen Abfällen, ihre Grenzen für diese Importe geschlossen haben, hat sich die Türkei zu einem zentralen Umschlagplatz für diese Müllströme entwickelt. Unzählige Tonnen von Plastik, Papier und Metall gelangen in die südöstlichen Häfen des Landes mit dem Ziel, dort - offiziell - recycelt zu werden.
Trotz ihres Status als recycelbare Rohstoffe sind die eingeführten Materialien häufig stark verschmutzt und kaum wiederverwendbar. Ein beträchtlicher Teil wird illegal in der Natur entsorgt oder verbrannt, was schlimme Konsequenzen hat: Es kommt zu starker Luft- und Wasserverschmutzung, landwirtschaftlichen Ertragseinbußen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen der ansässigen Bevölkerung. Während skrupellose Mittelsmänner im Abfallgeschäft hohe Profite erzielen, gerät die Einkommensquelle vieler Migranten und Arbeitssuchender ohne Genehmigung, die auf das Sammeln von recycelbaren Materialien angewiesen sind, durch sinkende Rohstoffpreise in Gefahr.
Dreckige Geschäfte - Die Türkei: Europas Mülldeponie im Überblick
| Sendezeit | Mo, 23.03.2026 | 19:05 - 19:30 Uhr |
| Sendung | Ö1 "Dimensionen" |