Die Frauengesellschaft in Mexiko
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Ein Matriarchat in Mexiko - Die Frauen von Juchitan.

In Juchitán, Mexiko, herrscht ein intensives Klima: laut, staubig und brütend heiß. Diese lebhafte Stadt im Bundesstaat Oaxaca befindet sich an der geographisch schmalsten Stelle des Landes, am Isthmus. Juchitán zeichnet sich durch eine bemerkenswerte Besonderheit aus: Frauen spielen hier eine dominierende Rolle. Einige sprechen von einem Matriarchat, andere von einer matrilinearen Gemeinschaft. Vieles unterscheidet sich hier von anderen Regionen Mexikos. Im Mittelpunkt steht der Markt – ein pulsierendes Handelszentrum, das fest von Frauen kontrolliert wird. Die Frauen agieren als Händlerinnen, während die Männer überwiegend als Produzenten der Waren tätig sind.

Dank dieser Tradition genießen Frauen wirtschaftliche Unabhängigkeit und eine zentrale Rolle innerhalb der Familienstruktur. Häufig sind sie diejenigen, die den Großteil des Einkommens sichern und über dieses verfügen. Dieser Unterschied führt zu weitreichenden Konsequenzen. Frauen besitzen üblicherweise das Haus und sind oft das Herzstück der Familie. Bei der Heirat wird in der Regel das Einverständnis der Mutter der Braut eingeholt. Üblicherweise erhält die jüngste Tochter das Erbe. Das Ansehen einer Familie wird stark durch den Fleiß und die Wohltätigkeit der Frauen bestimmt.

Die über 70-jährige Adelina steht an der Spitze ihrer Familie und unterstützt ihre Mutter sowie ihre Nichten und deren Kinder, die mit ihr im Haus wohnen. Marlies Faulend verbrachte fünf Wochen in Juchitan und hatte die Gelegenheit, den Alltag und die Arbeit von Adelina und anderen Frauen der Stadt zu erleben.

"Ein Matriarchat in Mexiko - Die Frauen von Juchitan." im Überblick

Ein Matriarchat in Mexiko - Die Frauen von Juchitan.

von Marlies Faulend

Sendezeit Sa, 18.07.2026 | 09:05 - 10:00 Uhr
Sendung Ö1 "Hörbilder"
Radiosendung