Eine WG hat Claudia Emma Maier und ihren Mann aufgenommen, als sie zusammen ein Zimmer als Bleibe gesucht haben. Seitdem leben sie zusammen mit zwei Marokkanern in der Bremer Innenstadt. "Das ist sehr bereichernd", sagt die 66-Jährige, die unter anderem in Israel und Toulouse gelebt hat. Die Wahl-Bremerin ist evangelische Christin und hat viele Jahre in einer ökumenischen Kommunität gearbeitet. Danach folgen Jobs als Sekretärin, Haushaltshilfe, Programmiererin und Kinderbetreuerin. Heute ist sie Rentnerin und besucht am liebsten ihre drei Söhne. Verreisen ist ihr ohnehin sehr wichtig. Genau deswegen möchte sie auch nicht so viel Miete zahlen. Zum Glück sei sie sehr glücklich mit ihrem Mann, erzählt sie Host Mario Neumann im Bremen-Zwei-Podcast "Eine Stunde reden". Damit die Ehe weiterhin so bleibt, geht das Paar einmal im Monat zu einer Eheberatung.
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"Eine Stunde Reden?" steht auf dem Schild mit dem sich Host Mario Neumann auf die Straße stellt und wartet – solange, bis er jemanden gefunden hat, der reden will. Seinen unbekannten Gast nimmt er mit ins Bremen-Zwei-Studio – und dort reden sie. Eine ganze Podcast-Folge lang. Über Erfolg und Scheitern, verpasste und gelebte Träume, ein spätes Coming Out, eine schwierige Scheidung, die große Liebe – über die kleinen und die großen Fragen des Lebens eben.
Folgen von Eine Stunde reden – Gespräche mit Unbekannten
51 Folgen
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Folge vom 05.02.2025Mit 60 in die WG
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Folge vom 22.01.2025Sein Hobby: Erfolgreich werdenIn Rifat Cetinkayas Leben dreht sich fast alles um den Weg zum Erfolg. Der 21-Jährige steckt mitten im dritten Lehrjahr als Kaufmann für Digitalisierungsmanagement, tüftelt aber schon an der ein oder anderen Geschäftsidee für ein einträgliches Business, unter anderem mit selbst kreierten Parfums. Auf eine gepflegte Erscheinung legt er großen Wert, gerne trägt er auch mal einen maßgeschneiderten Nadelstreifenanzug. Für seine Ziele strengt er sich an: Sein Tag beginnt mit zehn Minuten unter der eiskalten Dusche, und statt mit Freunden zu feiern oder Hobbys zu pflegen, treibt er lieber Sport und notiert seine Gedanken in Tagebüchern. Aber Rifat Cetinkaya geht es nicht nur um sich selbst. Deutschland hat ihm viele Chancen verschafft, sagt er. Das innere Feuer, das er spürt, will er deshalb auch dafür nutzen, dieser Gesellschaft etwas zurückzugeben.
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Folge vom 08.01.2025Im Minirock gegen das EstablishmentDer Minirock war mehr als eine Mode-Revolution in den Sechzigern, sagt Sigrid Erhardt. Er stand für politischen Protest, für Beat-Musik und für ein freiheitliches Lebensgefühl, von dem sie heute noch zehrt. Denn sie musste auch mit Tiefschlägen umgehen: Ihre Schwester starb als Jugendliche beinahe an Drogen, ihren langjährigen Lebenspartner hat sie an den Krebs verloren und einmal wurde sie bei einer Demonstration gegen Rechtsextreme brutal zu Boden geworfen. Ihre Lebensfreude hat sich die 72-Jährige von all dem nicht nehmen lassen. Im Gegenteil: Sie ist höchst aktiv und gerne unterwegs. Im Bremer Arbeiterviertel Gröpelingen, wo sie geboren und aufgewachsen ist, engagiert sich Sigrid Erhardt für andere Menschen, pflegt ihren großen Freundes- und Familienkreis und bewegt sich zu Fuß oder mit dem Rad durch die Stadt. Einen Führerschein braucht sie nicht, genausowenig wie einen Computer oder gar ein Handy. Wichtig im Leben ist ihr etwas ganz anderes: Guter Zusammenhalt.
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Folge vom 25.12.2024Zwischen Flucht und Erfolg"Von Krieg zu Krieg, von Land zu Land – das war nicht immer einfach", sagt Naji Chehade. Er stammt aus dem Libanon und ist mehrfach vor Krieg geflüchtet. Heute hilft er Geflüchteten in Bremen, einen Job zu finden. "Ich habe nie aufgegeben und bin immer weitergekommen", sagt der 53-Jährige im Bremen-Zwei-Podcast "Eine Stunde reden". Als Kfz-Mechatroniker hat er in Deutschland lange in der Metallbranche gearbeitet und sich nebenbei zum Interkulturellen Coach ausbilden lassen. Besonders war auch seine Schulbildung: Mit sieben ist er im Libanon auf eine deutsche evangelische Schule gekommen. Als Podcast-Host Mario Neumann ihn nach dem Israel-Libanon-Konflikt fragt, sagt er: "Waffen weg, dann finden wir eine Lösung."