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Frankreich – Der Kampf gegen die Drogengewalt
"Weiße Flut", "Mexikanisierung Frankreichs" oder "Narco-Enklaven" – bereits 2024 schlug der frühere Innenminister Bruno Retailleau in Frankreich Alarm. Die Nation steht vor einer großen Herausforderung. Mehr als 75 Prozent der Städte kämpfen mit dem Problem des Drogenhandels.
In den letzten 15 Jahren hat sich der Konsum von Kokain verdreifacht. In einigen Stadtvierteln französischer Metropolen dominieren Drogenkartelle das tägliche Leben und die Politik. Die Grundsätze und Rechte der Republik scheinen in diesen Gebieten außer Kraft gesetzt zu sein. Drogenhändler wecken bei den Jugendlichen illusorische Hoffnungen auf eine bessere Zukunft, wenn sie als Kuriere oder Verkäufer in das illegale Geschäft einsteigen. Die Konsequenzen sind schwerwiegend.
Konflikte zwischen rivalisierenden Drogenbanden fordern immer mehr Opfer, darunter viele junge Menschen. Dies betrifft nicht nur Großstädte wie Marseille oder Paris, sondern auch kleinere Städte wie Grenoble, Clermont-Ferrand oder Mulhouse. Die Bevölkerung leidet unter der kriminellen Organisationen, während gleichzeitig in allen gesellschaftlichen Schichten Drogen konsumiert werden. Sowohl die politischen Entscheidungsträger als auch die Polizei sind darum bemüht, die bedrohliche Situation unter Kontrolle zu bringen.
"Frankreich – Der Kampf gegen die Drogengewalt" im Überblick
Frankreich – Der Kampf gegen die Drogengewalt
von Niklas Mönch
| Sendezeit | Sa, 07.02.2026 | 11:05 - 12:00 Uhr |
| Sendung | Deutschlandfunk "Gesichter Europas" |