
Wissenschaft & Technik
Googlhupf mit Beigeschmack
Der aktuelle Aufschwung im Bereich der Künstlichen Intelligenz führt parallel dazu zu einer rasanten Zunahme an Datenzentren, die beträchtliche Mengen an Land, Energie und Wasser benötigen. Dies hat in den Vereinigten Staaten seit dem Jahr 2023 zu wachsender Kritik geführt. Den Angaben von "Data Center Watch" zufolge wurde im ersten Quartal dieses Jahres der Bau von 75 Vorhaben, deren Gesamtwert sich auf 130 Milliarden US-Dollar beläuft, entweder aufgehalten oder ganz gestoppt. Besonders problematisch erscheint dabei der enorme Ressourcenverbrauch.
Seit dem Frühling gibt es auch in Österreich Unstimmigkeiten: Das amerikanische Technologieunternehmen Google errichtet in Kronstorf, Oberösterreich, ein Rechenzentrum. Beim Auftakt im April servierte der Landeshauptmann Thomas Stelzer einen "Googlhupf". Vollständig betrieben könnte diese Anlage mehr Elektrizität benötigen als alle Haushalte in Oberösterreich zusammen. Durch Brunnen nahe der Enns soll das System mit Grundwasser gekühlt werden; täglich darf Google bis zu 5,8 Millionen Liter aufgewärmtes Wasser in den Fluss abgeben.
Die "Bürger:inneninitiative Rechenzentrum Kronstorf" moniert die Genehmigung des Projekts ohne eine Umweltverträglichkeitsprüfung und fordert eine umfassende Bewertung aller damit verbundenen Risiken. Laut Robin Aydinonat von matrix sind noch weitere große Datenzentren in Österreich in der Planungsphase.
Googlhupf mit Beigeschmack im Überblick
| Sendezeit | Fr, 02.10.2026 | 19:05 - 19:30 Uhr |
| Sendung | Ö1 "matrix - computer & neue medien" |