Nicht nur das Leben der Russen und Ukrainer im deutschen Exil hat sich seit dem Kriegsausbruch drastisch verändert, sondern auch das Leben der Kulturschaffenden, die den russischen Kulturkreis, die Sprache, die Geschichte, den Kontakt zu den Menschen in Russland zu ihrem Beruf gemacht haben. Wie hat sich der berufliche Alltag für Russisch-Lehrerinnen und -Lehrer verändert, wie gehen Übersetzerinnen aus dem Russischen mit der Kriegssituation um? Viele Menschen, ob sie nun aus Russland oder aus der Ukraine nach Deutschland gekommen sind, stammen aus Familien, die sowohl russische als auch ukrainische Anteile haben. Der Krieg spaltet auch die Beziehungen zwischen Eltern und Kindern, Brüder und Schwestern. Wer das Geschehen von Deutschland aus erlebt, wird oft ausgegrenzt. Und doch gibt es gerade hier viele Menschen, die sich für Frieden einsetzen.
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Folge vom 20.09.2026Die Russen (4/4)
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Folge vom 05.07.2026Marisa und RainerMarisa ist blind. An ihrer Seite läuft der weiße Königspudel Rainer, ihr Blindenführhund. Gemeinsam bewegen sie sich durch Parks, Straßen, Märkte, Geschäfte, kurzum: durch das Leben. "Rechts, voran, such Weg!" - Marisas Hörzeichen an Rainer ermöglichen beiden, sich durch das akustische Geflecht aus Verkehrsströmen, Schritten, Stimmen und Bahnansagen zu navigieren. Es ist eine Welt, deren Elemente ständig in Bewegung sind: Baustellen verschließen Laufwege, E-Roller blockieren Eingänge, wo gestern noch ein Durchgang war, stehen heute Fahrräder. Die beiden haben ein präzises Zusammenspiel aus Kommunikation und Vertrauen entwickelt. Im Zentrum dieses O-Ton-Features steht ihre Beziehung zueinander und die Frage, wie Orientierung jenseits des Sehens funktionieren kann. Gleichzeitig erzählt das Stück Marisas Geschichte - von ihrer Erblindung, ihrem Alltag, ihrer Identität als Frau und Mutter und davon, dass fast alles möglich bleibt, auch wenn das Sehen nicht mehr möglich ist - denn Marisa sagt: "Ich bin nur so weit behindert, wie ich behindert werde." Auch Rainer wird hörbar in diesem Feature - als gleichwertiger Protagonist an Marisas Seite.
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Folge vom 22.06.2026Blind Date in DehliPreeti Monga lebt in Delhi. Vor langer Zeit war sie Gurken-Verkäuferin und Aerobic-Lehrerin. Vor beinahe genau so langer Zeit ließ sie sich scheiden, war kurz alleinerziehende Mutter von zwei Kindern und heiratete dann neu. Irgendwann begann sie, Bücher zu schreiben und wurde Unternehmerin. Heute leitet sie eine Schule für blinde Kinder. Auch sie selbst ist blind. Und weigert sich, auf irgendetwas zu verzichten, nur weil ihr ein Sinn fehlt. Unsere Autorinnen wagen sich mit ihr in das Verkehrsgetümmel Delhis und zeichnen eine nicht nur in Indien ungewöhnliche Biografie nach.
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Folge vom 07.06.2026MisophonieWenn das Atemgeräusch der Lebensgefährtin oder das Schmatzen des Ehemannes zur Bedrohung wird, dann spricht man von Misophonie.