Um ein besserer Pilot zu werden, beschäftigt sich Timo Schleeh gerne mit den Dingen, die ihn beim Gleitschirmfliegen umbringen könnten
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Timo Schleeh ist ein gewöhnlicher Gleitschirmpilot, der sich ein ungewöhnliches Thema auf die Fahnen geschrieben: die Sicherheit. Timo findet, dass in der Szene viel zu wenig über den Umgang mit Flugrisiken gesprochen wird – und wie man diese reduzieren kann.
Über diesen Umstand könnte man klagen, oder man kann etwas tun, damit sich in der Szene etwas ändert. Timo ist das auf eine ganz eigene Weise angegangen.
Über Jahre hinweg hat er viel Material zum Thema Sicherheit beim Gleitschirmfliegen gesammelt und katalogisiert. Erst einmal nur für sich selbst, weil er merkte, dass die Beschäftigung mit den Dingen, die ihn beim Fliegen umbringen könnten, ihn zugleich motiviert, ein besserer Pilot zu werden.
Später stellte der heute 32-jährige in Gesprächen fest, dass seine Sammlung auch anderen weiterhelfen kann. Er lancierte er eine Website namens Paragliding-Safety.com. Dort kann man nach Belieben immer tiefer in die verschiedensten Sicherheitsthemen und Unterthemen eintauchen.
Die verlinkten Dokumente reichen von der mentalen Seite des Fliegens über Schirmbeherrschung, Risikomanagement, Ausrüstungswahl, Wetter, die Einschätzung und Wahl von Fluggeländen bis hin zum körperlichen Zustand, in dem man dann an den Start geht.
Warum es sich lohnt, tief in diesen Info-Schatz einzutauchen, darüber spreche ich mit Timo Schleeh in dieser 119. Folge von Podz-Glidz.
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Musik dieser Folge:
Track: Last Night Radio | Künstler: Kevin MacLeod
CC 4.0, https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
Künstler: http://incompetech.com/
Sport
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Podz-Glidz. Der Lu-Glidz Podcast. Geschichten aus dem Kosmos des Gleitschirmfliegens Lu-Glidz, Der Gleitschirm-Blog.
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Folge vom 13.10.2023Podz-Glidz 119 - Sicherheitsapostel - Timo Schleeh
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Folge vom 29.09.2023Podz-Glidz 118 - Die Influencerin - Elisa DeutschmannElisa Deutschmann ist die Gleitschirmpilotin mit den meisten Followern auf Instagram. Wie Social Media ihr Sportlerleben prägt +++ Ein Chrigel Maurer kommt derzeit auf knapp 58.000. Aaron Durogati liegt bei 37.000. Pal Takats hat 33.000 und Paul Guschlbauer 26.000. Ich spreche von den Followern bei Instagram. Wer als Profi vom Gleitschirmfliegen lebt, für den sind solche Zahlen bares Geld wert. Denn mit vielen Followern auf Social Media kann man bei Sponsoren punkten. All die genannten sind große Namen in der Szene. Was den Erfolg auf Instagram angeht, werden sie allerdings noch von einer Gleitschirmpilotin überboten, deren Namen man sich vielleicht nicht nur deswegen ruhig merken sollte: Elisa Deutschmann. Die 27-järige fliegt erst seit vier Jahren Gleitschirm, das aber mit ehrgeizigen Zielen. Als Multi-Sporttalent, die ihr Faible für Trailrennen, Radeln, Skifahren, Kiten, Surfen, Natur und Berge und im zunehmenden Maße eben auch das Gleitschirmfliegen auf Social Media vorlebt, ist sie schnell zu einer gefragten Botschafterin der Szene geworden. Was es heißt, eine Influencerin zu sein; wie ihr Alltag zwischen Training und Laptop, Hike-and-Fly-Rennen und Sponsorenterminen so aussieht; welche Erfahrungen sie als Supporterin von Chrigel Maurer bei den diesjährigen Redbull X-Alps machte; was es mit ihrem Angebot der Girls Camps auf sich hat und welche nicht nur sportlichen Träume sie selbst noch realisieren will – das und mehr erzählt Elisa Deutschmann in dieser 118. Episode von Podz-Glidz. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Southern Gothic | Künstler: Kevin MacLeod CC 4.0, https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ Künstler: http://incompetech.com/
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Folge vom 15.09.2023Podz-Glidz 117 - Sensorfusion - Koni SchafrothKoni Schafroth hat mit seiner Firma XCTracer die technischen Grundlagen von Varios deutlich erweitert und verfeinert. Ein Gespräch +++ Das wichtigste Instrument für einen Gleitschirmflieger ist sein Variometer. Mit Piepstönen zeigt es einem, ob man gerade steigt und wo man kreisen sollte, um wertvolle Höhe zu gewinnen. Allerdings machen es klassische Varios den Piloten nicht gerade leicht, die Luft exakt zu lesen. Denn zwischen einem Auf und Ab, das man mit seinem körperlichen Sensorium, sprich: Popometer, schon spürt, und dem entsprechenden Piepsen des Varios, gibt es typischerweise einen technisch bedingten Zeitversatz. In großen, konstanten Thermiken stört der wenig. Aber wenn es darum geht, enge, zerrissene Schläuche zu zentrieren, ist der verzögerte Höreindruck des Luftgeschehens kontraproduktiv. Der Schweizer Koni Schafroth hat sich Zeit seiner schon mehr als 30-jährigen Flugkarriere an diesem Manko gestört. 2015 hatte mit einem Mal die Lösung dieses Problems vor Augen. Anstatt nur einen Luftdrucksensor zur Erfassung der Flughöhen zu verwenden, baute er in seine Vario-Variante namens XCTracer zusätzlich eine ganze Reihe weiterer Sensoren mit ein: Beschleunigungmesser, Gyroskop, Magnetometer, GPS. All deren Daten führt er in komplexen mathematischen Formeln zusammen, um jede Lage- und Höhenänderung des Gleitschirms gewissermaßen in Echtzeit zu erfassen. Vario- und Popometer stimmen so überein. In dieser Folge 117 von Podz-Glidz gibt Koni Schafroth nicht nur Einblicke in das Entwickeln und Testen neuer Variofunktionen. Ich spreche mit dem 58-jährigen unter anderem auch über seine früheren Zeiten als Gleitschirmkonstrukteur, ein spezielles Flugzeugprojekt namens Smartfish und warum die Gleitschirmszene gut daran täte, weniger leistungs- und dafür mehr erlebnisorientiert in die Lüfte zu gehen. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Jellyfish in Space | Künstler: Kevin MacLeod CC 4.0, https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ Quelle: http://incompetech.com/music/royalty-free/index.html?isrc=USUAN1500030
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Folge vom 01.09.2023Podz-Glidz 116 - Selbstverantwortung - Eva WoitunEva Woitun ist abgestürzt, weil ihre Bremsleinen verdrillt waren. Ein Gespräch über Ursachen von Glück und Unglück. +++ Wahrscheinlich hat das jeder von uns beim Gleitschirmfliegen schon einmal erlebt: Man steht am Startplatz, das Bauchgefühl sagt einem irgendwie, da stimmt noch etwas nicht so ganz, aber der Fluglehrer, der erfahrene Vereinskamerad oder einfach der nächste in der Startreihe signalisiert einem: Passt schon! Schwups ist die eigene Wahrnehmung überstimmt, der Verstand ausgeschaltet, man schwingt sich in die Luft und muss ab dem Moment ausbaden, was dann kommt. Diese Erfahrung hat auch Eva Woitun gemacht – und zwar schmerzlich. Die 53-jährige aus Biberach ist im Sommer 2022 während einer betreuten Reise bei einem simplen Flugmanöver abgestürzt und hat nur mit Glück überlebt. Sie war nicht ihrer Intuition gefolgt, eine arg verdrillte und deshalb verkürzte Bremsleine vor dem Start erst noch zu richten. In dieser Folge 116 von Podz-Glidz geht es allerdings weniger um den Unfallhergang. Viel interessanter sind die Gedanken und Träume, mit denen sich Eva während der langen Zeit im Krankenbett beschäftigt hat. Und so sprechen wir unter anderem über Selbstverantwortung, Fehlerkultur, Selbsthypnose und die Ursachen von Glück und Unglück beim Fliegen. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Les-ly | Künstler: Mini Vandals No Copyright Music, Audio Library https://www.youtube.com/watch?v=38pYvX4sWYA